- Englisch
- Foley
- Auch genannt
- Foley-Geräusche, Foley Sounds, Geräuschemacher, Foley Artist, Geräuschsynchronisation
- Thema
- Ton & Stimme
Foley bezeichnet Alltagsgeräusche, die nachträglich und genau passend zum Bild erzeugt werden. Typisch sind Schritte, das Rascheln von Kleidung, Besteck auf einem Teller oder eine Tasse, die abgestellt wird. Beim Film nimmt ein Geräuschemacher diese Klänge im Studio synchron zum Bild auf, bei KI-Videos erzeugen Modelle sie zunehmend automatisch.
Warum braucht ein KI-Video Foley?
Viele KI-Videomodelle erzeugen stumme Clips. Selbst wenn ein Modell Ton mitliefert, fehlen oft die kleinen Geräusche, die eine Szene glaubwürdig machen. Eine Person, die lautlos über Kies läuft, wirkt künstlich, auch wenn das Bild überzeugt. Foley füllt diese Lücke und verbindet Bild und Ton.
Wie entsteht Foley mit KI?
Es gibt zwei Ansätze. Bei Video-to-Audio analysiert ein Modell den fertigen Clip und erzeugt Geräusche, die zu den sichtbaren Bewegungen passen. Bei Text-zu-Audio beschreibst du das Geräusch selbst, etwa „Lederschuhe auf Holzboden, langsame Schritte“, und legst die Datei im Schnitt an die richtige Stelle. Einige Videogeneratoren erzeugen Ton direkt mit dem Bild, das schließt oft auch Foley-artige Geräusche ein. Eine Übersicht findest du unter KI-Video-Generator mit Ton.
Worauf du achten solltest
Foley muss exakt sitzen. Ein Schritt, der ein paar Bilder zu früh oder zu spät kommt, fällt mehr auf als ein fehlendes Geräusch. Prüfe automatisch erzeugten Ton deshalb Bild für Bild an den wichtigen Stellen und verschiebe ihn bei Bedarf in der Zeitleiste deines KI-Video-Editors.
Achte auch auf den Raumklang. Schritte in einer leeren Halle klingen anders als auf einer Wiese. Passen Hall und Lautstärke nicht zur Umgebung im Bild, wirkt die Szene trotz Ton unecht.
Häufige Fragen zu Foley
Was ist der Unterschied zwischen Foley und Soundeffekten?
Foley ist ein Teil der Soundeffekte. Gemeint sind Geräusche, die direkt zu sichtbaren Bewegungen gehören, etwa Schritte oder das Abstellen einer Tasse. Explosionen, Wetter oder Science-Fiction-Klänge zählen eher zu den allgemeinen Soundeffekten.
Woher kommt der Begriff Foley?
Er geht auf Jack Foley zurück, der beim Hollywood-Film Geräusche passend zum Bild nachvertonte. Sein Name wurde zur Berufsbezeichnung Foley Artist, auf Deutsch Geräuschemacher.
Relevante Glossareinträge
- Soundeffekte (SFX)Soundeffekte (SFX) sind Geräusche im Video, die weder Sprache noch Musik sind, etwa Schritte oder Wind. KI-Tools erzeugen sie aus einem Text-Prompt.
- Audio-Generierung (Ton direkt mit)Audio-Generierung heißt, dass ein KI-Videomodell den Ton gleich mit dem Bild erzeugt, also Geräusche, Musik oder Sprache. Auch: nativer Ton.
- Lip-SyncLip-Sync bedeutet, dass die Lippenbewegungen einer Person im Video zum gesprochenen Ton passen. Wichtig ist das bei KI-Avataren und Videoübersetzungen.
- B-RollB-Roll ist ergänzendes Bildmaterial, das zwischen oder über die Hauptaufnahme geschnitten wird, etwa Detailaufnahmen zu einem gesprochenen Text.
- Audio-DuckingAudio-Ducking senkt die Musik automatisch ab, sobald jemand spricht, und hebt sie in Sprechpausen wieder an. So bleibt die Stimme gut verständlich.
- Audio-to-VideoAudio-to-Video erzeugt aus einer Tonspur ein passendes Video, etwa einen sprechenden Avatar zu einer Sprachaufnahme oder bewegte Bilder zu Musik.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























