- Englisch
- Faceless video
- Auch genannt
- Faceless Videos, Faceless Content, Faceless-Kanal, Faceless YouTube, gesichtslose Videos
- Thema
- Erstellen & Prompting
Ein Faceless Video ist ein Video, in dem die Person, die es erstellt, nicht selbst zu sehen ist. Statt eines Gesichts zeigt es Bilder, Animationen, Bildschirmaufnahmen, Stockvideos oder KI-generierte Clips, dazu kommen meist eine Sprecherstimme und Untertitel. Mit KI-Tools lassen sich solche Videos inzwischen weitgehend aus einem Skript erzeugen.
Wie entsteht ein Faceless Video mit KI?
Der typische Ablauf hat vier Schritte. Zuerst schreibst du ein Skript, entweder selbst oder mit Unterstützung eines Sprachmodells. Dann erzeugst du daraus eine Tonspur, entweder mit einer synthetischen Stimme per Text-to-Speech oder mit deiner eigenen Stimme. Im dritten Schritt kommen Bilder dazu: generierte Clips aus Text zu Video, animierte Standbilder, Stockmaterial oder B-Roll. Zum Schluss setzt du alles in einem Editor zusammen und ergänzt Untertitel, Musik und Übergänge.
Einige Tools bündeln diese Schritte und machen aus einem Text oder einem Link direkt ein fertiges Video. Das spart Zeit, führt aber schnell zu sehr ähnlich aussehenden Ergebnissen. Eine Übersicht passender Werkzeuge findest du unter Shorts & Clips und bei den KI-Video-Editoren.
Für welche Inhalte eignet sich das Format?
Faceless Videos funktionieren gut bei Themen, bei denen der Inhalt im Vordergrund steht:
- Wissens- und Erklärvideos, etwa zu Geschichte, Technik oder Finanzen
- Listen- und Top-10-Formate
- Geschichten, Zusammenfassungen und Nachrichtenüberblicke
- Anleitungen mit Bildschirmaufnahmen
- Meditations-, Musik- und Hintergrundvideos
Für Themen, bei denen Vertrauen in eine Person wichtig ist, etwa persönliche Beratung, wirkt ein sichtbares Gesicht oder ein Talking Head oft glaubwürdiger.
Worauf solltest du achten?
Viele Faceless-Kanäle setzen auf Masse und veröffentlichen sehr ähnliche Videos. YouTube schließt laut seiner Richtlinie zu nicht authentischen Inhalten Kanäle von der Monetarisierung aus, deren Videos in großen Mengen produziert oder kaum voneinander zu unterscheiden sind. Eigene Recherche, ein erkennbarer Stil und eine gut gesprochene Stimme machen hier den Unterschied.
Nutze nur Bild- und Tonmaterial, für das du die Rechte hast, und prüfe, ob dein Tool die kommerzielle Nutzung erlaubt. Je nach Plattform und Inhalt musst du realistisch wirkende KI-Inhalte kennzeichnen. Ideen zu Formaten und Einnahmequellen findest du im Ratgeber Mit KI-Videos Geld verdienen und bei KI für YouTube-Videos.
Häufige Fragen zu Faceless Video
Was ist ein Faceless-YouTube-Kanal?
Ein Kanal, auf dem der Betreiber nie selbst vor der Kamera steht. Die Videos bestehen etwa aus Bildmaterial, Animationen, Bildschirmaufnahmen oder KI-Clips mit Sprecherstimme und Untertiteln.
Kann ich mit Faceless Videos Geld verdienen?
Grundsätzlich ja, etwa über Werbeeinnahmen oder Affiliate-Links. Plattformen wie YouTube achten aber auf Massenware ohne eigenen Mehrwert, deshalb brauchen Faceless-Kanäle eigene Ideen, Recherche und Gestaltung.
Welche Tools brauche ich für ein Faceless Video?
Typisch ist eine Kombination aus Skript, KI-Stimme, Bildmaterial oder generierten Clips, Untertiteln und einem Videoeditor. Manche Tools erledigen alle Schritte aus einem Text heraus.
Relevante Glossareinträge
- Text-to-Speech (TTS)Text-to-Speech (TTS) wandelt geschriebenen Text in gesprochene Sprache um. In KI-Videos liefert TTS die Stimme für Sprechertext und Avatare.
- B-RollB-Roll ist ergänzendes Bildmaterial, das zwischen oder über die Hauptaufnahme geschnitten wird, etwa Detailaufnahmen zu einem gesprochenen Text.
- Automatische Untertitel (Auto-Captions)Automatische Untertitel (Auto-Captions) erzeugt eine KI per Spracherkennung aus der Tonspur eines Videos und blendet sie zeitlich passend ein.
- Talking HeadEin Talking Head ist ein Video, in dem eine Person frontal in die Kamera spricht. Bei KI-Videos übernimmt das oft ein KI-Avatar mit synchronen Lippen.
- 9:16-Hochformat9:16 ist das senkrechte Videoformat für TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts, meist mit 1080 × 1920 Pixeln.
- Call to Action (CTA)Ein Call to Action (CTA) ist die Handlungsaufforderung in einem Video, etwa „Jetzt testen“ oder „Link in der Bio“, meist am Ende oder als Einblendung.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























