- Englisch
- Loudness (LUFS)
- Auch genannt
- LUFS, Loudness, Lautheitsnormalisierung, Loudness Normalization, LKFS, integrierte Lautheit
- Thema
- Ton & Stimme
LUFS steht für Loudness Units relative to Full Scale und ist die Maßeinheit für die wahrgenommene Lautheit von Audio. Anders als ein einfacher Pegelmesser berücksichtigt LUFS, wie empfindlich das menschliche Ohr für verschiedene Frequenzen ist, und mittelt über die Dauer. Das Messverfahren beschreibt die ITU in der Empfehlung ITU-R BS.1770.
Welche Zielwerte gibt es?
Die European Broadcasting Union empfiehlt in EBU R 128 eine durchschnittliche Programmlautheit von -23 LUFS für Rundfunk. Streaming-Plattformen verwenden oft höhere Werte. Spotify gibt in seiner Hilfe zur Lautheitsnormalisierung an, Titel auf -14 LUFS nach ITU 1770 anzugleichen. Für Video-Plattformen wie YouTube, TikTok oder Instagram veröffentlichen die Betreiber nicht immer feste Werte. Prüfe im Zweifel die aktuelle Hilfe der Plattform, statt Zahlen aus Foren zu übernehmen.
Warum ist Lautheit bei KI-Videos wichtig?
KI-Videos bestehen oft aus Bausteinen aus verschiedenen Quellen: eine Stimme per Text-to-Speech, Musik aus einer Bibliothek, Soundeffekte aus einem weiteren Tool und Clips mit generiertem Ton. Jeder Baustein hat eine andere Lautheit. Ohne Angleichung springt die Lautstärke zwischen Szenen, und Zuschauer greifen ständig zum Regler.
Plattformen mit Lautheitsnormalisierung regeln zu laute Videos herunter. Ein stark komprimierter, sehr lauter Mix bringt dort also keinen Vorteil, er klingt nur flacher.
Worauf du achten solltest
Miss die Lautheit des fertigen Videos, nicht einzelner Spuren. Viele Schnittprogramme und KI-Video-Editoren zeigen LUFS an oder bieten eine automatische Normalisierung beim Export. Gleiche Sprache zuerst an, damit sie in allen Szenen gleich laut klingt, und setze Musik und Effekte darunter. Hör dir das Ergebnis auf Kopfhörern und auf einem Handylautsprecher an.
Häufige Fragen zu Lautheit
Was bedeutet LUFS?
LUFS steht für Loudness Units relative to Full Scale. Die Einheit misst, wie laut ein Mensch Audio empfindet, und nicht nur, wie hoch die Pegelspitzen sind.
Welcher LUFS-Wert ist richtig für mein Video?
Das hängt vom Ziel ab. Für Rundfunk in Europa empfiehlt EBU R 128 -23 LUFS. Spotify normalisiert laut eigener Hilfeseite auf -14 LUFS. Für andere Plattformen prüfst du am besten deren aktuelle Angaben.
Was passiert, wenn mein Video zu laut ist?
Plattformen mit Lautheitsnormalisierung regeln es meist leiser. Ein zu laut gemischtes Video wird dadurch nicht lauter wahrgenommen, kann aber durch starke Kompression flacher klingen.
Relevante Glossareinträge
- Audio-DuckingAudio-Ducking senkt die Musik automatisch ab, sobald jemand spricht, und hebt sie in Sprechpausen wieder an. So bleibt die Stimme gut verständlich.
- HintergrundmusikHintergrundmusik läuft leise unter Sprache und Bild und trägt die Stimmung eines Videos. Für KI-Videos kommt sie aus Bibliotheken oder KI-Tools.
- Stimmverbesserung (Studio Sound)Stimmverbesserung bearbeitet eine Sprachaufnahme per KI, damit sie klarer klingt: weniger Rauschen und Hall, ausgeglichene Lautstärke.
- Export (Video exportieren)Beim Export speicherst du ein fertiges Video als Datei mit festgelegtem Format, Codec, Auflösung und Bitrate. Danach lässt es sich hochladen oder teilen.
- Audio-Generierung (Ton direkt mit)Audio-Generierung heißt, dass ein KI-Videomodell den Ton gleich mit dem Bild erzeugt, also Geräusche, Musik oder Sprache. Auch: nativer Ton.
- Audio-to-VideoAudio-to-Video erzeugt aus einer Tonspur ein passendes Video, etwa einen sprechenden Avatar zu einer Sprachaufnahme oder bewegte Bilder zu Musik.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























