- Englisch
- Masking
- Auch genannt
- Masken, Masking, Bildmaske, Videomaske, maskieren
- Thema
- Schnitt & Bearbeitung
Eine Maske legt fest, welcher Teil eines Bildes von einer Bearbeitung betroffen ist. Innerhalb der Maske wirkt ein Effekt, außerhalb nicht, oder umgekehrt. Maskierung, englisch Masking, ist damit ein Grundwerkzeug der Bild- und Videobearbeitung und bei vielen KI-Funktionen die Art, wie du dem Modell einen Bereich zeigst.
Wie funktionieren Masken?
Technisch ist eine Maske ein Graustufenbild. Weiß bedeutet voll sichtbar oder voll bearbeitet, Schwarz bedeutet unverändert, Grautöne liegen dazwischen. Du zeichnest Masken als Rechteck, Ellipse, freie Form oder mit einem Pinsel. Im Video muss die Maske einem bewegten Motiv folgen. Das geschieht über Keyframes, über automatisches Tracking oder Bild für Bild als Rotoskopie.
Wichtige Einstellungen sind die weiche Kante, die Deckkraft und die Umkehrung, mit der du statt des markierten Bereichs alles andere bearbeitest.
Masken bei KI-Videos
Bei KI-Werkzeugen ist die Maske oft die eigentliche Steuerung. Beim Inpainting malst du über den Bereich, den das Modell neu erzeugen soll, etwa um ein störendes Objekt zu ersetzen. Beim Motion Brush markierst du, welche Teile eines Startbildes sich bewegen sollen. Funktionen wie Objekt entfernen und Hintergrund entfernen erzeugen intern ebenfalls Masken, nur eben automatisch.
Im klassischen Schnitt nutzt du Masken für gezielte Korrekturen. Du hellst ein Gesicht auf, machst ein Logo oder Kennzeichen unkenntlich oder legst Text hinter eine Person. Bei generierten Clips hilft das, kleine Fehler zu überdecken, ohne den ganzen Clip neu zu generieren.
Worauf du achten solltest
Zieh Masken lieber etwas zu groß als zu knapp, und arbeite mit weicher Kante. Harte Ränder verraten die Bearbeitung sofort. Bei KI-Inpainting gilt: Je kleiner und klarer die Maske, desto besser passt das Ergebnis meist in den Rest des Bildes. Prüfe bewegte Masken im Abspielen, nicht nur im Standbild, denn kleine Sprünge fallen erst in Bewegung auf. Werkzeuge findest du unter KI-Video-Editoren und Bild zu Video.
Häufige Fragen zu Maskierung
Wofür brauche ich Masken im Video?
Um einen Effekt nur auf einen Teil des Bildes anzuwenden. Beispiele sind ein aufgehelltes Gesicht, ein unscharfes Nummernschild oder ein Bereich, den die KI neu generieren soll.
Was ist eine weiche Maskenkante?
Eine Kante, die über einige Bildpunkte langsam von sichtbar zu unsichtbar übergeht. Das verhindert harte Ränder, an denen man die Bearbeitung erkennt.
Was haben Masken mit KI-Videogeneratoren zu tun?
Bei Inpainting, Motion Brush und ähnlichen Funktionen malst du eine Maske, um der KI zu zeigen, welcher Bereich sich ändern oder bewegen soll. Der Rest bleibt unverändert.
Relevante Glossareinträge
- RotoskopieRotoskopie ist das Ausschneiden eines Motivs Bild für Bild, um es vom Hintergrund zu trennen. KI übernimmt das heute weitgehend automatisch.
- InpaintingInpainting bezeichnet das KI-gestützte Ersetzen oder Entfernen eines markierten Bereichs in einem Bild oder Video, während der Rest unverändert bleibt.
- Motion BrushMotion Brush ist ein Werkzeug, mit dem du Bereiche eines Bildes markierst und festlegst, wohin und wie stark sie sich im KI-Video bewegen sollen.
- Hintergrund entfernenHintergrund entfernen heißt, eine Person oder ein Objekt im Video automatisch vom Hintergrund zu trennen. KI schafft das ohne Green Screen.
- Objekt entfernenObjekt entfernen ist eine KI-Funktion, die störende Dinge oder Personen aus einem Video löscht und die Lücke mit passendem Hintergrund füllt.
- Auto-ReframeAuto-Reframe passt ein Video automatisch an ein anderes Seitenverhältnis an, etwa von 16:9 auf 9:16. Gesichter und wichtige Motive bleiben im Bild.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























