- Englisch
- Keyframe
- Auch genannt
- Keyframes, Schlüsselbild, Startbild, Endbild, Start- und Endbild, First and Last Frame
- Thema
- Modelle & Technik
Ein Keyframe, auf Deutsch Schlüsselbild, ist ein Bild, das an einer bestimmten Stelle eines Videos genau festgelegt ist. Bei KI-Videos meint der Begriff meist Start- und Endbild: Du gibst vor, wie der Clip beginnt und wie er endet, und das Videomodell erzeugt die Bewegung dazwischen. Manche Tools erlauben zusätzlich Keyframes in der Mitte des Clips.
Wie funktionieren Keyframes bei KI-Videos?
Der Begriff kommt aus der Animation und dem Videoschnitt. Dort legen Animatoren die wichtigsten Posen einer Bewegung fest, und die Bilder dazwischen werden gezeichnet oder vom Programm berechnet. KI-Videogeneratoren übertragen dieses Prinzip: Statt einer einfachen Überblendung erzeugt das Modell eine plausible Bewegung, die vom ersten zum letzten Bild führt.
Mit nur einem Startbild arbeitest du klassisch Bild-zu-Video. Das Modell entscheidet selbst, wohin sich die Szene entwickelt. Mit einem zusätzlichen Endbild gibst du das Ziel vor. Der Prompt beschreibt dann, wie der Weg dorthin aussehen soll, etwa „langsame Kamerafahrt“ oder „die Person dreht sich zur Kamera“.
Die Unterstützung ist je nach Tool verschieden. Midjourney steuert Videos laut Hersteller über Start- und Endbild statt über Kameraparameter. Luma gibt für Dream Machine bis zu 16 Keyframes pro Clip an.
Wofür brauchst du Keyframes?
- Übergänge: Das Endbild von Clip 1 ist das Startbild von Clip 2. So schneidest du Szenen ohne sichtbaren Sprung aneinander.
- Verwandlungen: Ein Produkt öffnet sich, ein Raum wechselt von Tag zu Nacht, eine Skizze wird zum fertigen Bild.
- Kontrollierte Kamerafahrten: Du legst Anfangs- und Endperspektive fest, statt zu hoffen, dass das Modell die Bewegung aus dem Prompt richtig umsetzt.
- Konsistenz: Wenn Figur und Umgebung im Start- und Endbild festgelegt sind, verändern sie sich im Clip weniger stark.
Besonders bei Werbevideos und Szenen, die du vorher genau planst, sparst du damit viele Versuche. Wie du ein Projekt Szene für Szene aufbaust, zeigt der Ratgeber KI-Videos erstellen.
Worauf du achten solltest
Start- und Endbild sollten zusammenpassen. Wenn sich Licht, Perspektive oder Figur zu stark unterscheiden, muss das Modell zu viel erfinden, und es entstehen Verzerrungen oder unnatürliche Übergänge. Erzeuge beide Bilder am besten mit demselben Bildmodell, gleichem Stil und gleicher Figur.
Plane die Bewegung realistisch für die Cliplänge. In wenigen Sekunden kann eine Person nicht durch einen ganzen Raum gehen und sich dabei umziehen. Und prüfe den Übergang am Schnittpunkt, wenn du mehrere Clips verkettest: Kleine Unterschiede in Farbe oder Position fallen dort zuerst auf.
Häufige Fragen zu Keyframe
Was ist ein Keyframe?
Ein Keyframe ist ein Schlüsselbild, das an einer bestimmten Stelle eines Videos genau festgelegt ist. Alles zwischen zwei Keyframes wird berechnet, in der klassischen Animation per Interpolation, bei KI-Videos durch das Videomodell.
Was bringt ein Endbild bei KI-Videos?
Mit einem Endbild bestimmst du, wo der Clip ankommt. Das hilft bei Übergängen, Verwandlungen und Kamerafahrten und macht es leichter, mehrere Clips sauber aneinanderzuschneiden.
Welche Tools unterstützen Start- und Endbild?
Viele Bild-zu-Video-Tools bieten das inzwischen an. Midjourney etwa nennt eine Endbild-Funktion, Luma laut Hersteller bis zu 16 Keyframes pro Clip. Den Umfang findest du auf den jeweiligen Tool-Seiten.
Relevante Glossareinträge
- Image-to-VideoImage-to-Video bezeichnet KI-Modelle, die ein Foto oder Bild als Startpunkt nehmen und daraus einen bewegten Videoclip erzeugen.
- Frame-InterpolationFrame-Interpolation berechnet Zwischenbilder zwischen vorhandenen Frames. So wird ein Video flüssiger, die Bildrate höher oder eine Zeitlupe möglich.
- Charakter-KonsistenzCharakter-Konsistenz bedeutet, dass eine Figur über mehrere KI-Videoclips hinweg gleich aussieht. Erreicht wird das meist über Referenzbilder.
- StoryboardEin Storyboard ist eine Abfolge von Skizzen oder Bildern, die die Szenen eines Videos vorab zeigt. Bei KI-Videos dient es als Plan für Prompts.
- KamerasteuerungKamerasteuerung bezeichnet Funktionen, mit denen du die Bewegung der virtuellen Kamera im KI-Video gezielt vorgibst, etwa Ranfahrt, Schwenk oder Kranfahrt.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























