- Englisch
- Sampling steps
- Auch genannt
- Sampling-Schritte, Sampling Step, Denoising Steps, Entrauschungsschritte, Inferenzschritte, Sampler
- Thema
- Modelle & Technik
Sampling Steps sind die einzelnen Rechenschritte, in denen ein Diffusionsmodell ein Bild oder Video erzeugt. Das Modell startet mit zufälligem Rauschen und entfernt es Schritt für Schritt, bis ein klares Ergebnis entsteht. Die Zahl der Schritte bestimmt mit, wie detailliert das Ergebnis wird und wie lange die Berechnung dauert.
Wie funktionieren Sampling Steps?
Im ersten Schritt sieht das Modell nur Rauschen und legt grob fest, wo helle und dunkle Bereiche liegen. In den folgenden Schritten entstehen Formen, dann Figuren und Gegenstände, zuletzt feine Details wie Haare, Hauttextur oder Schrift. Jeder Schritt ist ein kompletter Durchlauf durch das Modell. Bei Videos wird dabei jedes Mal der ganze Clip berechnet, was viel Rechenleistung kostet.
Frühe Diffusionsmodelle brauchten Hunderte bis tausend Schritte. Verbesserte Verfahren wie das im Paper Denoising Diffusion Implicit Models beschriebene kommen mit deutlich weniger aus. Heute arbeiten viele Modelle mit einigen Dutzend Schritten. Sogenannte destillierte Modelle sind darauf trainiert, mit nur wenigen Schritten auszukommen, und sind dadurch erheblich schneller.
Wo stellst du die Schritte ein?
In den meisten Web-Tools gar nicht, der Anbieter legt die Zahl fest. Manchmal steckt sie hinter Modi wie Schnell, Standard oder Qualität, die unterschiedlich viele Credits kosten. In Oberflächen für offene Modelle wie ComfyUI stellst du die Zahl der Schritte und den Sampler selbst ein.
Worauf du achten solltest
Mehr Schritte helfen nur bis zu einer gewissen Grenze. Danach steigt die Rechenzeit, ohne dass das Bild besser wird. Zu wenige Schritte ergeben dagegen matschige Details, unruhige Flächen und mehr Artefakte. Halte dich zuerst an die Empfehlung des Herstellers. Für schnelle Entwürfe kannst du weniger Schritte nutzen und erst die finale Fassung mit voller Zahl rechnen. Wenn du Ergebnisse vergleichst, behalte Seed und Guidance Scale bei, damit du nur den Einfluss der Schritte siehst. Werkzeuge für offene Modelle findest du unter Open Source.
Häufige Fragen zu Sampling Steps
Wie viele Sampling Steps brauche ich?
Das hängt vom Modell und vom Sampler ab. Die Anleitung des Herstellers nennt meist einen empfohlenen Wert. Ab einer bestimmten Zahl bringen weitere Schritte kaum noch sichtbare Verbesserung, kosten aber weiter Zeit.
Was ist ein Sampler?
Ein Sampler ist das Rechenverfahren, das festlegt, wie das Rauschen von Schritt zu Schritt entfernt wird. Verschiedene Sampler brauchen unterschiedlich viele Schritte und erzeugen leicht unterschiedliche Ergebnisse.
Relevante Glossareinträge
- DiffusionsmodellEin Diffusionsmodell erzeugt Bilder oder Videos schrittweise aus zufälligem Rauschen. Die meisten aktuellen Videogeneratoren beruhen darauf.
- Guidance Scale (CFG)Die Guidance Scale (CFG) legt fest, wie streng ein Modell deinem Prompt folgt. Hohe Werte setzen ihn genauer um, wirken aber oft übersteuert.
- InferenzInferenz ist der Moment, in dem ein trainiertes KI-Modell aus deiner Eingabe ein Ergebnis berechnet. Bei KI-Videos ist das jede einzelne Generierung.
- GenerierungszeitDie Generierungszeit ist die Dauer, bis ein KI-Tool aus Prompt oder Bild ein fertiges Video berechnet hat. Je nach Modell Sekunden bis Stunden.
- SeedEin Seed ist eine Startzahl für den Zufall in einem KI-Modell. Mit gleichem Seed, Prompt und Einstellungen erhältst du ein sehr ähnliches Ergebnis.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























