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KI-Video mit CapCut erstellen

Für dich als Mensch gedacht. Ja, genau für dich: lesen, nachmachen, nutzen.

Kurz gesagt

In CapCut erstellst du ein KI-Video über den „AI video maker“: Du gibst ein Thema oder Skript ein, wählst Stil, Format, Stimme und Dauer, und CapCut erzeugt mit dem ByteDance-Modell Seedance 2.5 ein Video, das du danach im Editor weiterbearbeitest. Die KI-Generierung kostet Credits und steckt laut Preisseite in den Bezahlplänen ab 23,99 € im Monat, CapCut nennt dafür eine 7-tägige Testphase. Auto-Untertitel und den Schnitt kannst du kostenlos nutzen.

CapCut ist ein Video-Editor von ByteDance für Smartphone, Desktop und Browser, in den mehrere KI-Funktionen eingebaut sind. Für ein komplett KI-erzeugtes Video nutzt du den „AI video maker“: Du gibst ein Thema oder Skript ein, und CapCut erzeugt mit dem hauseigenen Modell Seedance 2.5 die Szenen, auf Wunsch mit Sprecherstimme, Avatar und Untertiteln. Danach bearbeitest du das Ergebnis im normalen Editor weiter. Dazu kommen KI-Werkzeuge für den Schnitt eigener Aufnahmen, etwa automatische Untertitel, Freistellen und Reframing.

Die Angaben in diesem Ratgeber stammen von den CapCut-Produktseiten, der Preisseite und den Nutzungsbedingungen (Stand 10/2026).

Welche KI-Funktionen CapCut hat

Funktion Was sie macht laut CapCut Kosten laut CapCut
Text- und Skript-zu-Video erzeugt aus Thema oder Skript ein Video mit Seedance 2.5, Stil wählbar Credits, Bezahlplan oder 7-Tage-Test
Bild als Startpunkt nutzt ein hochgeladenes Bild als Ausgangspunkt für das Video Credits
Skript generieren schreibt mit „Generate script“ ein Skript zum Thema keine eigene Angabe
Brainstorming schlägt Themen, Storyboard-Gliederungen und Ideen vor keine eigene Angabe
Digitale Avatare über 100 Avatare tragen ein Skript mit Voiceover vor, eigener Avatar per Video-Upload keine eigene Angabe
Auto-Untertitel erkennt die Sprache automatisch und legt Untertitel an laut CapCut kostenlos
Hintergrund entfernen stellt Personen ohne Greenscreen frei, alternativ Chroma Key als kostenlos beworben, online mit Hinweis auf 7-Tage-Test
Auto reframe passt Videos an andere Seitenverhältnisse an „try it for free“, nur in bestimmten Regionen

Auf der Preisseite stehen beim Free-Plan nur Vorlagen und Basis-Schnittwerkzeuge, keine KI-Funktionen. Gleichzeitig bezeichnen einzelne Produktseiten Funktionen wie Untertitel oder Freistellen als kostenlos. Was genau in deinem Konto ohne Abo geht, hängt laut CapCut auch von Kontostufe und Region ab.

Seedance im Editor

Die Seedance-Modelle stammen von ByteDance und sind auch über Dreamina nutzbar, ebenfalls ein ByteDance-Angebot. In CapCut listet die Preisseite Seedance 2.0 Mini und Seedance 2.5. Die Seite zum KI-Videogenerator verlinkt außerdem ältere Versionen wie Seedance 2.0, 1.5 Pro und 1.0, beschreibt sie aber nicht näher.

So erstellst du ein KI-Video in CapCut

CapCut beschreibt zwei Wege, im Browser und im Desktop-Programm. In der Mobile-App heißen die Menüpunkte teils anders.

Im Browser (CapCut Web)

  1. AI video maker öffnen. In CapCut Web wählst du „AI video maker“ und dann „Instant AI video“.
  2. Stil wählen. Zur Auswahl stehen laut CapCut etwa „realistic film“, „cartoon 3D“ und „cinematic movie“.
  3. Skript eingeben oder erzeugen lassen. Füg dein eigenes Skript ein oder lass eines generieren. Ein eigenes Skript gibt dir mehr Kontrolle über Inhalt und Länge.
  4. Format, Stimme und Dauer festlegen. Wähle das Seitenverhältnis passend zur Plattform, etwa 9:16 für TikTok und Reels, dazu Voiceover und Länge.
  5. Erstellen. Mit „Create“ startet die Generierung.
  6. Nachbearbeiten. Musik, Untertitel und Effekte ergänzen, einzelne Szenen austauschen.
  7. Exportieren.
KI-Video aus Skript (vereinfacht)1Stil wählenrealistic filmcartoon 3Dcinematic movie2Skript eingeben oder erzeugen3Format, Stimme, Dauer9:1616:9StimmeDauer4CreateVorschau 9:165NachbearbeitenMusik, Untertitel, Effekte6Exportieren
Der Ablauf im AI video maker als vereinfachte Skizze. Das Formular ist erfunden und zeigt nicht die echte CapCut-Oberfläche.

Im Desktop-Programm

  1. Im CapCut-Editor „AI video maker“ wählen und „New project“ anlegen.
  2. Thema oder Skript eingeben, Format und Stil wählen, auf „Create“ klicken.
  3. Im Szenen-Panel Avatar und Stimme auswählen.
  4. Unter „Elements“ Untertitel und Textvorlagen ergänzen, Musik hinzufügen.
  5. Über „Export“ oben rechts Auflösung, Format und Bildrate wählen.

Prüfe jede Szene, bevor du exportierst. Generierte Clips enthalten typische KI-Fehler: verformte Hände, falsch geschriebene Schrift im Bild, Gegenstände, die plötzlich verschwinden. Einzelne Szenen lassen sich neu erzeugen oder durch eigenes Material ersetzen.

Tipps für das Skript

Ein Skript für ein 30-Sekunden-Video hat bei einem Sprechtempo von etwa 130 bis 150 Wörtern pro Minute grob 65 bis 75 Wörter. Schreib kurze Sätze, eine Aussage pro Szene, und vermeide Namen bekannter Personen oder Marken. Wenn du das Skript lieber in einem Chatbot vorbereitest, hilft der Ratgeber KI-Videos mit ChatGPT. Allgemeine Regeln für Video-Prompts stehen unter KI-Video-Prompts schreiben, fertige Vorlagen in den Social-Media-Prompts.

KI-Funktionen für eigene Videos

Viele nutzen CapCut nicht zum Generieren, sondern um eigene Aufnahmen schneller zu schneiden.

Auto-Untertitel

Unter Text > „Auto captions“ auf „Generate“ klicken. CapCut erkennt die Sprache laut Anbieter automatisch, nennt Deutsch auf der Produktseite aber nicht ausdrücklich. Die Untertitel lassen sich danach Zeile für Zeile korrigieren, was bei Namen und Fachbegriffen fast immer nötig ist.

Hintergrund entfernen

Im Desktop-Programm unter Video > Remove BG > „Auto removal“, im Browser unter Smart tools > Remove background. Für echte Greenscreen-Aufnahmen gibt es Chroma Key mit Einstellungen für Toleranz und Kantenweichheit.

Auto reframe

Rechnet ein Video auf ein anderes Seitenverhältnis um und folgt dabei dem Motiv. Stabilisierung und Kamerabewegung lassen sich einstellen. Laut CapCut ist die Funktion nur in bestimmten Regionen verfügbar.

Mehr zu diesen Werkzeugen und zu Alternativen steht im Ratgeber Video mit KI bearbeiten.

Free, Pro, Ultra und Teams im Vergleich

Laut CapCut-Preisseite (Stand 10/2026, Anzeige in Euro, Endpreis laut Seite teils erst nach Login):

Plan Preis KI-Credits pro Monat Seedance-Kontingent laut Preisseite
Free 0 € keine genannt keine KI-Funktionen gelistet
Pro 23,99 €/Monat oder 199,99 €/Jahr 1.400 bis 240 s in 720p oder 600 s in 480p mit Seedance 2.0 Mini
Ultra 68 €/Monat oder 779 €/Jahr 7.483 bis 1.700 s in 720p oder 4.300 s in 480p mit Seedance 2.0 Mini, dazu exklusive KI-Funktionen
Teams 14,99 € pro Platz und Monat 1.400 pro Platz wie Pro, dazu Brand Kit

Seedance 2.5 rechnet CapCut pro Sekunde ab, laut Preisseite ab 0,12 USD pro Sekunde im Pro-Plan und ab 0,18 USD im Ultra-Plan, jeweils als Preis im ersten Monat. Seedance 2.0 Mini in 480p beginnt bei 0,007 USD pro Sekunde. Wie viel ein Video am Ende kostet, hängt also stark von Modell, Auflösung und Länge ab. Zusätzliche Credits kannst du kaufen. Die Teams-Preise schwankten auf der Seite je nach Anzahl der Plätze.

Offen lässt CapCut, ob Exporte im Free-Plan ein Wasserzeichen tragen, welche maximale Exportauflösung gilt und ob du KI-Clips kommerziell nutzen darfst. Prüfe das vor dem Einsatz in Werbung oder Kundenprojekten direkt in deinem Konto und in den Bedingungen.

Nutzungsbedingungen und Datenschutz

Vertragspartner für CapCut ist laut Nutzungsbedingungen (Stand 15. April 2026) die Bytedance Pte. Ltd. in Singapur. Für Nutzer in der EU gilt singapurisches Recht, zwingendes Verbraucherrecht des Wohnsitzlandes bleibt unberührt.

Zwei Punkte solltest du kennen, bevor du eigenes Material hochlädst:

  • Mit dem Hochladen räumst du dem Unternehmen und verbundenen Unternehmen laut Abschnitt 10 eine nicht exklusive, gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare, unbefristete und weltweite Lizenz zur Nutzung deiner Inhalte ein. Zusätzlich gibt es eine Lizenz an deinem Nutzernamen, deinem Bild und deinem Abbild.
  • Für Inhalte, die du hochlädst oder mit CapCut erstellst, bist laut Abschnitt 9 allein du verantwortlich.

Was das in der Praxis bedeutet, können wir nicht abschließend beurteilen, eine Rechtsberatung ersetzt dieser Ratgeber nicht. Für private Social-Videos ist das für viele kein Hindernis. Bei Kundenaufträgen, vertraulichem Firmenmaterial oder Aufnahmen anderer Personen solltest du die Bedingungen genau lesen oder einen Editor wählen, dessen Bedingungen besser zu deinem Projekt passen. Allgemeine Hinweise zu Rechten und Kennzeichnung stehen in KI-Videos und Recht.

Wann CapCut passt und wann nicht

CapCut passt gut, wenn du Kurzvideos für TikTok, Reels oder Shorts produzierst, schon mit dem Editor arbeitest und hin und wieder generierte Szenen ergänzen willst. Generierung, Schnitt, Untertitel und Musik liegen dann in einem Programm, auf allen gängigen Geräten.

Weniger geeignet ist CapCut, wenn du:

  • gezielt einzelne Szenen mit voller Kontrolle über Kamera und Modell erzeugen willst, dafür gibt es spezialisierte Generatoren in der Kategorie Text-zu-Video,
  • professionelle Avatar-Videos mit eigenem digitalen Zwilling brauchst, dafür sind Tools wie HeyGen ausgelegt, mehr in der Kategorie KI-Avatare,
  • Kundenmaterial verarbeitest und die Lizenzklausel nicht akzeptieren möchtest.
CapCut passt gutKurzvideosfür TikTok, Reels oder ShortsDu arbeitest schon im Editorund ergänzt ab und zu SzenenAlles in einem ProgrammGenerierung, Schnitt, UntertitelEher ein anderes ToolVolle Kontrolle über Kamerabesser: Text-zu-Video-GeneratorEigener digitaler Zwillingbesser: Avatar-Tool wie HeyGenKundenmaterialLizenzklausel nicht akzeptiert?Dann ein anderer Editor
Wann CapCut für KI-Videos passt und wann ein anderes Werkzeug besser ist. Grundlage ist der Abschnitt darüber.

Alternativen unter den Editoren sind Clipchamp mit kostenlosem 1080p-Export, VEED und Kapwing im Browser sowie Canva mit Googles Veo, beschrieben im Ratgeber KI-Video mit Canva. Den direkten Vergleich zweier Editoren zeigt CapCut vs. VEED, alle Editoren stehen unter KI-Video-Editoren.

Passende Tools

Häufige Fragen

Ist CapCut für KI-Videos kostenlos?

Nur zum Teil. Den Editor mit Basiswerkzeugen und Vorlagen und die Auto-Untertitel bietet CapCut kostenlos an. Für die KI-Videogenerierung mit Seedance listet die Preisseite Credits in den Plänen Pro (23,99 €/Monat), Ultra (68 €/Monat) und Teams. Für den KI-Videogenerator nennt CapCut eine kostenlose Testphase von 7 Tagen (Stand 10/2026).

Welches KI-Modell nutzt CapCut?

CapCut nutzt die Seedance-Modelle von ByteDance, dem Unternehmen hinter CapCut. Laut Preisseite sind in den Bezahlplänen Seedance 2.0 Mini und Seedance 2.5 enthalten, die Seite zum KI-Videogenerator nennt Seedance 2.5 als Text-zu-Video-Modell.

Wie lang kann ein KI-Video in CapCut sein?

Das hängt vom Plan und Modell ab. Laut Preisseite reicht das Pro-Kontingent für bis zu 240 Sekunden in 720p oder 600 Sekunden in 480p mit Seedance 2.0 Mini, Ultra für bis zu 1.700 Sekunden in 720p. Seedance 2.5 wird pro Sekunde abgerechnet und kostet mehr Credits.

Was passiert mit meinen Videos, wenn ich sie in CapCut hochlade?

Laut den Nutzungsbedingungen (Stand 15. April 2026) räumst du ByteDance und verbundenen Unternehmen eine nicht exklusive, gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare, unbefristete und weltweite Lizenz an deinen Inhalten ein, dazu eine Lizenz an Nutzername, Bild und Abbild. Für Kundenmaterial oder vertrauliche Aufnahmen solltest du das vorher prüfen.

Kann CapCut KI-Avatare erstellen?

Ja. Laut CapCut gibt es im KI-Videogenerator über 100 digitale Avatare, die ein Skript mit Stimme vortragen, und einen eigenen Avatar per Video-Upload. Ob es deutsche Stimmen gibt, sagt CapCut nicht. Für umfangreiche Avatar-Videos sind spezialisierte Tools wie HeyGen ausgelegt.

Jochen Sahm, Autor & Visual Designer

Geschrieben von

Jochen Sahm

Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH

Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.

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