- Englisch
- Low-Rank Adaptation
- Auch genannt
- LoRAs, Low-Rank Adaptation, LoRA-Training, LoRA-Modell
- Thema
- Modelle & Technik
LoRA steht für Low-Rank Adaptation und ist ein Verfahren, mit dem du ein vorhandenes KI-Modell gezielt nachtrainierst. Du zeigst dem Modell einige Beispiele, etwa Bilder einer Figur, eines Produkts oder eines Stils, und erhältst eine kleine Zusatzdatei. Mit ihr erzeugt das Modell genau diese Figur oder diesen Stil zuverlässiger, als es ein Prompt allein schafft.
Wie funktioniert LoRA?
Große KI-Modelle haben Milliarden Parameter. Sie komplett neu zu trainieren, kostet viel Rechenzeit und Speicher. Die LoRA-Methode, 2021 von Forschern bei Microsoft für Sprachmodelle vorgestellt, lässt das Grundmodell unverändert. Stattdessen werden wenige zusätzliche Gewichte trainiert, die an bestimmten Stellen des Modells eingehängt werden. Diese Ergänzung ist klein, oft nur einige Megabyte groß, und lässt sich an- und abschalten.
Später wurde das Verfahren auf Bildmodelle übertragen und ist dort heute weit verbreitet. Inzwischen gibt es LoRAs auch für Videomodelle. Du kannst mehrere LoRAs kombinieren und meist über einen Regler festlegen, wie stark sie wirken.
Wofür brauchst du LoRA bei KI-Videos?
Der wichtigste Einsatz ist Konsistenz. Wenn dieselbe Figur in vielen Clips gleich aussehen soll, stößt ein Prompt schnell an Grenzen. Eine LoRA, die auf diese Figur trainiert ist, hält Gesicht, Kleidung und Proportionen stabiler. Dasselbe gilt für Produkte, die in Werbeclips immer exakt gleich aussehen müssen, und für einen festen visuellen Stil einer Marke.
LoRAs sind vor allem bei Open-Source-Modellen üblich, die du lokal oder über einen Cloud-Dienst betreibst. Manche Plattformen bieten das Training auch im Browser an. Krea etwa nennt LoRA-Training als Funktion neben Bild- und Videogenerierung. Einen Überblick über solche Dienste findest du unter KI-Plattformen.
Worauf du achten solltest
Die Qualität einer LoRA hängt direkt von den Trainingsbildern ab. Nimm scharfe Bilder mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Hintergründen und Lichtsituationen. Wenn alle Bilder denselben Hintergrund zeigen, lernt die LoRA diesen Hintergrund mit. Eine zu stark gewichtete LoRA kann Bilder verzerren, deshalb lohnt es sich, mit der Stärke zu experimentieren.
Eine LoRA passt immer nur zu dem Grundmodell, für das sie trainiert wurde. Wechselst du das Modell oder die Version, musst du in der Regel neu trainieren. Und trainiere nur auf Material, an dem du die Rechte hast. Eine LoRA, die eine echte Person ohne deren Zustimmung nachbildet, ist rechtlich heikel. Mehr dazu im Ratgeber KI-Videos und Recht.
Häufige Fragen zu LoRA
Was bedeutet LoRA bei KI?
LoRA steht für Low-Rank Adaptation. Es ist eine Methode, ein vorhandenes KI-Modell mit wenigen eigenen Beispielen anzupassen, ohne das ganze Modell neu zu trainieren. Das Ergebnis ist eine kleine Zusatzdatei.
Wie viele Bilder braucht man für eine LoRA?
Das hängt vom Tool und vom Ziel ab. Für eine Figur oder ein Produkt reichen oft einige Dutzend gut ausgewählte Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln. Konkrete Mindestzahlen nennen die jeweiligen Anbieter.
Kann ich LoRAs für KI-Videos nutzen?
Ja, vor allem bei offenen Videomodellen, die du lokal oder über Plattformen betreibst. Einige Plattformen bieten LoRA-Training auch im Browser an.
Relevante Glossareinträge
- Open-Source-ModellEin Open-Source-Modell ist ein KI-Modell mit frei verfügbaren Gewichten, das du herunterladen und auf eigener Hardware betreiben kannst.
- Charakter-KonsistenzCharakter-Konsistenz bedeutet, dass eine Figur über mehrere KI-Videoclips hinweg gleich aussieht. Erreicht wird das meist über Referenzbilder.
- DiffusionsmodellEin Diffusionsmodell erzeugt Bilder oder Videos schrittweise aus zufälligem Rauschen. Die meisten aktuellen Videogeneratoren beruhen darauf.
- SeedEin Seed ist eine Startzahl für den Zufall in einem KI-Modell. Mit gleichem Seed, Prompt und Einstellungen erhältst du ein sehr ähnliches Ergebnis.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.
- APIEine API ist eine Programmierschnittstelle, über die eigene Software ein KI-Videomodell ohne Weboberfläche ansteuert. Abgerechnet wird meist pro Sekunde.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























