- Englisch
- Open-source model
- Auch genannt
- Open-Source-Modelle, Open-Weights-Modell, offene Gewichte, Open Weights, quelloffenes Modell
- Thema
- Modelle & Technik
Ein Open-Source-Modell, genauer ein Modell mit offenen Gewichten, ist ein KI-Modell, dessen trainierte Parameter frei zum Download stehen. Du kannst es auf eigener Hardware betreiben, statt einen Clouddienst zu nutzen. Bei Video gehören dazu Stand Oktober 2026 etwa Wan bis Version 2.2, LTX-2.5 und HunyuanVideo 1.5.
Open Source oder Open Weights?
Im Alltag heißen solche Modelle oft Open Source. Genau genommen sind bei den meisten Videomodellen nur die Gewichte offen, Trainingsdaten und Trainingscode dagegen nicht. Die Open Source Initiative hat dafür eine eigene Definition für Open-Source-KI veröffentlicht, die deutlich mehr Offenheit verlangt. Wir verwenden den Begriff hier im üblichen, weiteren Sinn.
Welche Vor- und Nachteile haben offene Modelle?
Für offene Modelle sprechen Unabhängigkeit und Kontrolle. Es gibt keine Abokosten und keine Credits, Daten bleiben auf deiner eigenen Hardware, und du kannst das Modell mit Zusatztrainings wie LoRA an eigene Figuren oder Stile anpassen.
Dagegen stehen hohe Hardware-Anforderungen und technischer Aufwand. Du brauchst meist eine starke Grafikkarte, HunyuanVideo 1.5 läuft laut Quellen mit Offloading ab etwa 14 bis 16 GB Videospeicher. Eingerichtet werden die Modelle oft über Oberflächen wie ComfyUI. Die neuesten Modelle der großen Anbieter sind außerdem meist nicht offen. Alibaba stellt zum Beispiel Wan 3.0 nur über eigene Apps und die API bereit, offene Gewichte gibt es bis Wan 2.2.
Worauf du bei der Lizenz achten solltest
„Offen“ heißt nicht immer „frei für alle Zwecke“. Die Lizenzen unterscheiden sich stark:
- Wan 2.2 steht laut Anbieter unter der Apache-2.0-Lizenz, die auch kommerzielle Nutzung erlaubt.
- LTX-2.5 hat laut Anbieter eine Open-Weights-Lizenz mit einer Umsatzgrenze von 10 Mio. USD.
- Die Lizenz von HunyuanVideo schließt laut mehreren Quellen die Nutzung in der EU aus, was den Einsatz in Deutschland rechtlich fraglich macht.
Lies deshalb vor dem Einsatz immer den Lizenztext, besonders wenn du Videos kommerziell nutzen willst. Eine Übersicht der offenen Videomodelle findest du in der Kategorie Open Source. Wer lieber ohne eigene Hardware arbeitet, findet Alternativen unter alle KI-Video-Tools.
Häufige Fragen zu Open-Source-Modell
Was ist der Unterschied zwischen Open Source und Open Weights?
Open Weights heißt, dass die trainierten Modellgewichte frei verfügbar sind. Echtes Open Source würde zusätzlich offenen Code, Trainingsdetails und eine freie Lizenz umfassen. Bei Videomodellen sind meist nur die Gewichte offen.
Welche Hardware brauche ich für ein Open-Source-Videomodell?
Meist eine Grafikkarte mit viel Videospeicher. HunyuanVideo 1.5 läuft laut Quellen mit Offloading ab etwa 14 bis 16 GB VRAM. Größere Modelle brauchen deutlich mehr.
Darf ich Open-Source-Modelle kommerziell nutzen?
Das regelt die jeweilige Lizenz. Manche erlauben fast alles, andere setzen Umsatzgrenzen oder schließen Regionen aus. Lies den Lizenztext vor dem Einsatz.
Relevante Glossareinträge
- LoRALoRA (Low-Rank Adaptation) ist ein Verfahren, mit dem du ein KI-Modell mit wenig Aufwand auf einen Stil, eine Figur oder ein Produkt nachtrainierst.
- DiffusionsmodellEin Diffusionsmodell erzeugt Bilder oder Videos schrittweise aus zufälligem Rauschen. Die meisten aktuellen Videogeneratoren beruhen darauf.
- APIEine API ist eine Programmierschnittstelle, über die eigene Software ein KI-Videomodell ohne Weboberfläche ansteuert. Abgerechnet wird meist pro Sekunde.
- Kommerzielle Nutzung (KI-Videos)Kommerzielle Nutzung heißt, ein KI-Video geschäftlich einzusetzen, etwa für Werbung oder Kundenprojekte. Ob das erlaubt ist, regelt der Tarif.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.
- Artefakte (KI-Video-Fehler)Artefakte sind sichtbare Fehler in KI-Videos, etwa Flackern, Morphing, verformte Hände, unleserliche Schrift oder Objekte, die plötzlich verschwinden.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























