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Open-Weight-Modell

Kurz gesagt

Ein Open-Weight-Modell ist ein KI-Modell, dessen trainierte Gewichte öffentlich zum Download stehen. Trainingsdaten und Code bleiben oft geschlossen.
Open Weight: nur die Gewichte sind offenWas die Open Source Initiative zusätzlich verlangtOpen WeightOpen Sourcenach OSIGewichteCode für Training und BetriebAngaben zu TrainingsdatenFreie Lizenz?oft nicht offen?je nach Modell
Viele Videomodelle heißen Open Source, sind aber genauer gesagt Open Weight. Die Lizenz entscheidet, was du damit darfst.
Englisch
Open-weight model
Auch genannt
Open-Weight-Modelle, Open Weight, Open-Weight, Open-Weight-Videomodell
Thema
Modelle & Technik

Ein Open-Weight-Modell ist ein KI-Modell, dessen Gewichte der Hersteller öffentlich zum Download anbietet. Du kannst das Modell damit auf eigener Hardware ausführen, ohne Website oder API des Anbieters. Anders als bei echter Open-Source-Software werden Trainingsdaten und Trainingscode dabei oft nicht veröffentlicht.

Was ist der Unterschied zu Open Source?

Der Begriff Open Weight ist entstanden, weil viele Modelle als „Open Source“ beworben werden, obwohl nur ein Teil offenliegt. Die Open Source Initiative hat 2024 in ihrer Open Source AI Definition festgelegt, was ein KI-System als quelloffen braucht: die Gewichte, den Code für Training und Betrieb und genug Informationen über die Trainingsdaten, um ein vergleichbares Modell nachzubauen. Dazu kommt eine Lizenz, die Nutzung, Änderung und Weitergabe erlaubt. Viele Videomodelle erfüllen das nicht vollständig und sind deshalb genauer als Open-Weight-Modelle zu bezeichnen.

Welche Videomodelle sind Open Weight?

Bei Wan von Alibaba sind die Gewichte bis Version 2.2 unter der Lizenz Apache 2.0 verfügbar. Lightricks bietet LTX-2.5 als offenes Modell auf Hugging Face an, unter einer eigenen Community-Lizenz mit Umsatzgrenze. Tencent veröffentlicht HunyuanVideo mit offenen Gewichten, die zugehörige Lizenz schließt laut mehreren Quellen die Nutzung in der EU aus. Die Beispiele zeigen: Offen heißt nicht automatisch frei nutzbar.

Was bringt dir ein Open-Weight-Modell?

Du zahlst keine Credits pro Clip und deine Daten bleiben auf deinem Rechner. Du kannst das Modell per Fine-Tuning oder LoRA anpassen und in eigene Abläufe wie ComfyUI einbauen. Dafür brauchst du eine starke Grafikkarte und etwas technisches Wissen. Oft liegt die offene Version zudem eine Generation hinter dem Modell, das der Hersteller in seiner eigenen App anbietet.

Worauf du achten solltest

Prüfe drei Dinge: die Lizenz, die Herkunft der Datei und den Speicherbedarf laut offizieller Modellkarte. Eine Übersicht offener Videomodelle findest du unter Open Source, rechtliche Grundlagen im Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos.

Häufige Fragen zu Open-Weight-Modell

Ist ein Open-Weight-Modell dasselbe wie Open Source?

Nicht ganz. Open Weight heißt nur, dass die Gewichte verfügbar sind. Open Source im strengen Sinn verlangt nach der Definition der Open Source Initiative zusätzlich Code, ausreichende Angaben zu den Trainingsdaten und eine freie Lizenz. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet.

Darf ich Videos aus Open-Weight-Modellen kommerziell nutzen?

Das regelt die Lizenz des jeweiligen Modells. Manche erlauben kommerzielle Nutzung ohne Einschränkung, andere setzen Umsatzgrenzen oder schließen bestimmte Länder aus. Lies die Lizenz vor jedem Kundenprojekt.

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Jochen Sahm, Autor & Visual Designer

Geschrieben von

Jochen Sahm

Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH

Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.

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