- Englisch
- Commercial use
- Auch genannt
- kommerzielle Nutzungsrechte, kommerzielle Rechte, Commercial Use, gewerbliche Nutzung
- Thema
- Recht & Sicherheit
Kommerzielle Nutzung bedeutet, dass du ein KI-Video für geschäftliche Zwecke einsetzt, also um damit Geld zu verdienen oder ein Unternehmen zu bewerben. Dazu gehören Werbeanzeigen, Produktvideos, Kundenaufträge und Clips auf monetarisierten Kanälen. Ob du KI-Videos so verwenden darfst, legen die Nutzungsbedingungen des Tools und oft der gewählte Tarif fest.
Was zählt als kommerzielle Nutzung?
Die genaue Abgrenzung steht in den Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Üblicherweise gilt als kommerziell:
- Werbung und Werbevideos für Produkte oder Dienstleistungen
- Videos für Kunden, die du gegen Bezahlung erstellst
- Inhalte auf Kanälen, die Werbeeinnahmen oder Sponsoring bringen
- Unternehmensvideos wie Schulungen, Präsentationen oder Social-Media-Beiträge einer Firma
- Verkauf von Videos oder Vorlagen
Rein privat ist dagegen ein Video, das du für dich oder Freunde erstellst, ohne Geld damit zu verdienen.
Free-Plan und Bezahlplan
Viele Anbieter beschränken die kommerzielle Nutzung auf Bezahlpläne. Bei Kling AI ist sie laut Preisseite (Stand 10/2026) im Free-Plan nicht erlaubt, im Standard-Plan schon. Bei LTX Studio ist kommerzielle Nutzung laut Preisseite ebenfalls erst ab dem Standard-Plan enthalten. Bei anderen Anbietern sind die Regeln auf der Preisseite gar nicht klar genannt. Auf den Tool-Seiten siehst du deshalb getrennt, ob Free- und Bezahlpläne kommerziell genutzt werden dürfen. Fehlt die Angabe, ist es unklar, und du solltest beim Anbieter nachfragen.
Oft hängt die kommerzielle Nutzung mit dem Wasserzeichen zusammen. Videos aus Gratis-Plänen tragen häufig ein sichtbares Logo, das für Werbung ohnehin ungeeignet ist. Welche Gratis-Angebote es gibt, zeigt die Übersicht KI-Video-Generator kostenlos.
Was die Erlaubnis nicht abdeckt
Die Freigabe des Anbieters bedeutet nur, dass er dir die Nutzung nicht verbietet. Sie schützt dich nicht vor Ansprüchen Dritter. Wenn dein Video bekannte Marken, echte Personen, Musik oder Figuren aus Filmen zeigt, können deren Rechte verletzt sein. Außerdem entsteht an einem rein KI-erzeugten Video in Deutschland nach überwiegender Auffassung kein Urheberrecht, das du gegen Kopien durchsetzen könntest.
Je nach Einsatz kommen Pflichten zur Kennzeichnung von KI-Inhalten hinzu. Einen Überblick gibt der Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos. Wenn du mit KI-Videos Geld verdienen willst, findest du weitere Hinweise unter Mit KI-Videos Geld verdienen. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen zu Kommerzielle Nutzung
Darf ich KI-Videos aus einem kostenlosen Plan kommerziell nutzen?
Das hängt vom Anbieter ab. Bei vielen Tools ist die kommerzielle Nutzung erst in Bezahlplänen erlaubt, bei Kling AI etwa laut Preisseite (Stand 10/2026) nicht im Free-Plan. Prüfe immer die Nutzungsbedingungen deines Tarifs.
Zählt ein monetarisierter YouTube-Kanal als kommerzielle Nutzung?
In der Regel ja. Sobald du mit einem Video Geld verdienst, sei es über Werbeeinnahmen, Sponsoring oder Kundenaufträge, gilt das meist als kommerziell.
Bin ich auf der sicheren Seite, wenn der Tarif kommerzielle Nutzung erlaubt?
Nicht automatisch. Die Erlaubnis des Anbieters betrifft nur sein Verhältnis zu dir. Rechte Dritter, etwa an Marken, Personen oder eingefügten Inhalten, musst du trotzdem beachten.
Relevante Glossareinträge
- Urheberrecht bei KI-VideosUrheberrecht bei KI-Videos betrifft die Frage, ob an KI-Clips ein Schutzrecht entsteht. In Deutschland schützt es nur persönliche geistige Schöpfungen.
- WasserzeichenEin Wasserzeichen markiert ein Video als von einem bestimmten Tool erzeugt, sichtbar als Logo im Bild oder unsichtbar in den Bilddaten.
- CreditsCredits sind die interne Verrechnungseinheit vieler KI-Videotools. Jede Generierung verbraucht Credits, abhängig von Modell, Länge, Auflösung und Ton.
- KI-Kennzeichnungspflicht (AI Act)Die KI-Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 der EU-KI-Verordnung verlangt, dass KI-Inhalte maschinenlesbar markiert und Deepfakes offengelegt werden.
- Open-Source-ModellEin Open-Source-Modell ist ein KI-Modell mit frei verfügbaren Gewichten, das du herunterladen und auf eigener Hardware betreiben kannst.
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)Ein AVV ist ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Er regelt, wie ein Dienstleister wie ein KI-Videotool personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























