KI-Werbevideo erstellen
Für dich als Mensch gedacht. Ja, genau für dich: lesen, nachmachen, nutzen.
Kurz gesagt
Ein KI-Werbevideo erstellst du je nach Ziel auf zwei Wegen: Für Produkt- und Imageclips erzeugst du Szenen mit einem Videogenerator wie Kling AI, Google Veo oder Runway, am besten aus eigenen Produktfotos per Bild-zu-Video. Für Anzeigen mit sprechenden Personen nutzt du Werbe-Tools wie Creatify oder Arcads, die aus einem Skript oder Produktlink Clips mit KI-Darstellern machen. Für Werbung brauchst du einen Tarif mit kommerzieller Lizenz.Ein KI-Werbevideo entsteht auf einem von zwei Wegen. Für Produktclips und Stimmungsbilder nutzt du einen Videogenerator und lässt eigene Produktfotos per Bild-zu-Video animieren. Für Anzeigen, in denen eine Person spricht, nimmst du ein spezialisiertes Werbe-Tool mit KI-Darstellern. In beiden Fällen schneidest du die Clips danach im Editor, setzt Text, Logo und Musik und exportierst im Format der Plattform. Für Werbung brauchst du einen Tarif, der die kommerzielle Nutzung erlaubt.
Diese Anleitung geht den Ablauf von der Planung bis zum Hochladen im Werbekonto durch. Sie enthält Skript-Vorlagen, Beispiel-Prompts, die Formatvorgaben von TikTok, Meta und YouTube, eine Kostenrechnung und die rechtlichen Punkte, die bei Werbung dazukommen.
Welche Art Werbevideo brauchst du?
| Ziel | Format | Tool-Art | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Produkt in Szene setzen | 5 bis 20 Sekunden, ohne Sprecher | Bild-zu-Video, Text-zu-Video | Kling AI, Google Veo, Runway |
| Anzeige mit sprechender Person | 15 bis 60 Sekunden, Hochformat | Werbevideos | Creatify, Arcads |
| Erklärvideo zum Produkt | 30 bis 90 Sekunden | KI-Avatare, Erklärvideos | HeyGen, Renderforest |
| Social Ad aus Vorlage | 6 bis 30 Sekunden | KI-Video-Editoren | CapCut, Canva |
| Stilisierte Clips mit Effekten | kurz, auffällig | KI-Plattformen | Higgsfield, Pika |
Die Wege lassen sich kombinieren, etwa ein KI-Darsteller für den Einstieg und Produktclips für den Mittelteil.
Was du vor dem Start brauchst
| Was | Wofür |
|---|---|
| Ziel der Anzeige | Bekanntheit, Klicks oder Käufe; davon hängen Länge und Aufbau ab |
| Zielplattform | TikTok, Instagram, Facebook, YouTube; davon hängen Format und Länge ab |
| Produktfotos | Startbilder für Bild-zu-Video, in hoher Auflösung |
| Nachprüfbare Fakten zum Produkt | Material, Herkunft, Garantie, Preis |
| Logo und Markenfarben | für den Schnitt im Editor |
| Tarif mit kommerzieller Lizenz | für jedes Tool, das Material liefert |
| Editor | Schnitt, Text, Musik, Export in mehreren Formaten |
Schritt 1: Ziel, Plattform und Format festlegen
Bevor du ein Tool öffnest, klär, wo die Anzeige laufen soll. Die Plattformen geben unterschiedliche Formate vor. Laut den Spezifikationsseiten (abgerufen 10/2026):
| Platzierung | Seitenverhältnis | Auflösung | Länge laut Plattform |
|---|---|---|---|
| Instagram-Reels-Anzeige | 9:16 | 1.440 x 2.560 px | bis 15 Minuten |
| Facebook-Feed-Videoanzeige | 4:5 | 1.440 x 1.800 px | 1 Sekunde bis 241 Minuten |
| TikTok In-Feed-Anzeige | 9:16 empfohlen, 16:9 und 1:1 möglich | mindestens 540 x 960 px (vertikal) | bis 10 Minuten |
| YouTube-Shorts-Anzeige | 9:16 empfohlen | bis 3 Minuten, im Shorts-Feed laufen die ersten 60 Sekunden | |
| YouTube In-Stream (überspringbar) | keine Mindest- oder Höchstlänge |
Erlaubt ist also viel. Empfehlungen zur Länge nennt vor allem Google: Für Shorts-Anzeigen empfiehlt Google unter 60 Sekunden, für aktionsorientierte Anzeigen 10 bis 30 Sekunden. Für überspringbare In-Stream-Anzeigen nennt Google 15 bis 20 Sekunden bei den Zielen Bekanntheit und Aktion und 2 bis 3 Minuten, wenn Zuschauer sich mit dem Produkt auseinandersetzen sollen. Überspringen lässt sich eine In-Stream-Anzeige laut Google nach 5 Sekunden.
Für TikTok gelten laut Spezifikation außerdem höchstens 500 MB je Datei, eine Bitrate von mindestens 516 kbps und die Dateiformate .mp4, .mov, .mpeg, .3gp und .avi. Meta erlaubt bis 4 GB.
Sichere Bereiche einplanen
Auf Reels, TikTok und Shorts liegen Schaltflächen, Profilname und Beschreibung über dem Video. Meta gibt für Reels-Anzeigen an, dass oben 14 Prozent, unten 35 Prozent und an den Seiten je 6 Prozent frei von Text, Logos und wichtigen Elementen bleiben sollen. TikTok stellt Vorlagen für die Safe-Zone zum Download bereit, deren Größe von Ausrichtung und Länge der Beschreibung abhängt. Plane dein Produkt also mittig und etwas oberhalb der Bildmitte. Mehr im Glossar unter Safe Zone.
Schritt 2: Das Skript schreiben
Ob mit KI-Darsteller oder als reiner Produktclip: Ein kurzer Werbeclip folgt meist demselben Aufbau.
- Hook (0 bis 2 Sekunden): ein Bild oder Satz, der zum Weiterschauen bringt. Eine Frage, ein überraschendes Bild, ein bekanntes Problem.
- Problem oder Situation (2 bis 6 Sekunden): was die Zielgruppe kennt.
- Lösung (6 bis 15 Sekunden): das Produkt in Aktion, konkret und sichtbar.
- Beleg (optional): eine nachprüfbare Eigenschaft, etwa Material, Herkunft oder Garantie. Keine erfundenen Kundenstimmen.
- Aufforderung (letzte 2 bis 3 Sekunden): was der Zuschauer tun soll, als Text im Editor eingeblendet.
Die Zeitangaben sind Richtwerte für ein Video von etwa 20 Sekunden, keine Vorgabe der Plattformen. Was ein Hook und ein Call-to-Action sind, erklärt das Glossar.
Eine Skript-Vorlage für einen 20-Sekunden-Clip mit Sprecher:
Produkt: Trinkflasche aus Edelstahl, 750 ml, hält Getränke laut Hersteller 12 Stunden kalt
Zielgruppe: Pendler und Radfahrer, 25 bis 45
Plattform: Instagram Reels, 9:16
[0-2 s] Hook (Sprecherin hält eine leere Plastikflasche hoch): "Wie viele davon kaufst du pro Woche?"
[2-6 s] Problem: "Im Sommer ist das Wasser nach einer Stunde lauwarm."
[6-14 s] Lösung (Produktclip): Flasche im Fahrradhalter, Eiswürfel klirren beim Öffnen.
[14-17 s] Beleg (Einblendung): "Edelstahl, 750 ml, 12 Stunden kalt laut Hersteller"
[17-20 s] Aufforderung (Einblendung): "Jetzt im Shop ansehen"
Wenn du das Skript mit einem Chatbot schreibst, gib ihm die echten Produktfakten vor und verbiete erfundene Angaben:
Schreibe drei Varianten eines Werbeskripts für ein 20-sekündiges Hochkant-Video auf Deutsch. Produkt: [Produkt]. Fakten, die du verwenden darfst: [Liste]. Verwende keine anderen Zahlen, keine erfundenen Kundenstimmen, keine Superlative ohne Beleg. Aufbau: Hook (2 s), Problem (4 s), Lösung (8 s), Beleg (3 s), Aufforderung (3 s). Jede Variante mit einem anderen Hook. Höchstens 45 gesprochene Wörter.
Weitere Vorlagen findest du in den Social-Media-Prompts und den Avatar-Skripten. Wie du mit ChatGPT Skript und Prompts in einem Durchgang planst, zeigt der Ratgeber KI-Videos mit ChatGPT.
Schritt 3: Produktclips mit einem Videogenerator erzeugen
Gutes Ausgangsmaterial
Fotografiere das Produkt freigestellt oder in einer passenden Umgebung, gut ausgeleuchtet, in hoher Auflösung. Dieses Foto ist dein Startbild. Ein per Text-Prompt erzeugtes Produkt sieht selten exakt wie das echte aus. Etiketten, Logos und Proportionen geraten dann falsch, und das wäre in einer Anzeige auch rechtlich ein Problem, weil das Video ein anderes Produkt zeigt als das, was der Kunde bekommt.
Fotografiere am besten gleich im Zielformat. Für eine Reels-Anzeige also hochkant, mit Platz über und unter dem Produkt.
Bewegung beschreiben
Im Bild-zu-Video-Modus beschreibst du nur die Bewegung und die Kamera, nicht das Produkt selbst. Das Produkt kennt das Modell aus dem Bild.
The bottle rotates slowly around its own axis. Water droplets run down the surface. The camera moves slowly closer. Soft studio light from the left, dark background. Keep the label exactly as in the image. Single continuous shot, no text.
Audio: soft fizzing, no music.
Weitere Beispiele für typische Werbeszenen:
Lifestyle-Szene:
A hand takes the steel bottle from a bicycle holder and opens it, ice cubes clink. Sunny city street in the background, shallow depth of field. Handheld camera feel, vertical 9:16. Keep the bottle exactly as in the image.
Audio: ice cubes clinking, light street noise.
Detailaufnahme:
Extreme close-up of the brushed steel surface of the bottle, a slow light sweep moves across it from left to right. Black background, macro look, vertical 9:16. No text.
Audio: none.
Halte dich an eine Handlung pro Clip. Mehr Vorlagen findest du in den Produktvideo-Prompts, die Grundlagen im Ratgeber KI-Bild animieren.
Referenzen für Konsistenz
Wenn das Produkt in mehreren Szenen vorkommt, helfen Referenzfunktionen. Laut Herstellern verarbeitet Hailuo bis zu 12 Referenzen, Seedance 2.5 in Dreamina bis zu 50, Vidu ist auf Multi-Referenz ausgelegt, und Google Veo 3.1 nimmt bis zu drei Referenzbilder. In Google Flow heißt die Funktion laut Hilfe „Ingredients“. Wie das dort geht, steht im Ratgeber KI-Videos mit Gemini und Veo.
Varianten statt Einzelversuch
Erzeuge jede Szene zwei- bis dreimal und wähle den besten Clip aus. Ändere zwischen zwei Versuchen nur einen Punkt im Prompt. Prüfe jeden Clip vor allem darauf, ob das Produkt richtig aussieht: Etikett, Farbe, Form, Größenverhältnis. Ein Clip, in dem das Etikett verschwimmt, gehört nicht in eine Anzeige.
Schritt 4: Anzeige mit KI-Darstellern erstellen
Werbe-Tools wie Creatify und Arcads erzeugen Clips im Stil von Nutzervideos (UGC): Eine Person hält das Handy, spricht in die Kamera und empfiehlt etwas.
Laut Anbietern (Stand 10/2026):
- Creatify erzeugt Werbevideos aus Produktlinks oder Skripten, mit 300 KI-Darstellern ab Starter und 1.500 im Pro-Plan. Der Free-Plan hat ein Wasserzeichen. Tarife: Preisübersicht Creatify.
- Arcads bietet laut Anbieter über 1.000 KI-Darsteller und integrierte Videomodelle. Preise stehen nicht auf der Website, bekannte Angaben stammen aus externen Preisübersichten: Preisübersicht Arcads.
- HeyGen und Captions (Mirage) bieten ebenfalls Werbeformate mit Avataren und eigenen digitalen Zwillingen.
So gehst du vor:
- Skript aus Schritt 2 vorbereiten, die gesprochenen Sätze getrennt von den Einblendungen.
- Im Tool das Produkt anlegen, per Link oder mit eigenen Bildern.
- Darsteller passend zur Zielgruppe wählen. Achte darauf, dass Alter, Stil und Umgebung zur Zielgruppe passen.
- Sprache und Stimme wählen und das Skript einfügen. Lies es vorher laut und stopp die Zeit.
- Mehrere Varianten mit unterschiedlichem Hook erzeugen, bei gleichem Rest.
- Jede Variante auf Aussprache, Lippenbewegung und Produktdarstellung prüfen.
- Exportieren und im Editor ergänzen.
Für die Stimme gilt: Zahlen und Abkürzungen ausschreiben, kurze Sätze, keine Fremdwörter, die die KI-Stimme falsch betont. Mehr dazu im Glossar unter Aussprache.
Achte bei KI-Darstellern besonders auf den Eindruck, der entsteht. Ein Avatar, der sagt „Ich benutze die Flasche seit drei Monaten“, behauptet eine Erfahrung, die es nicht gibt. Formuliere stattdessen in der Sache: „Die Flasche hält laut Hersteller zwölf Stunden kalt.“ Warum das wichtig ist, steht unten im Abschnitt zum Recht.
Wenn du einen echten Mitarbeiter oder dich selbst als Avatar nutzen willst, steht der Ablauf im Ratgeber KI-Avatar erstellen.
Schritt 5: Werbevideo aus Vorlage im Editor
Wer bereits mit Canva oder CapCut arbeitet, kann Werbevideos direkt dort bauen. Beide haben Vorlagen für Social Ads und eine deutsche Oberfläche. KI-Clips entstehen im selben Programm: CapCut bindet laut Preisseite im Pro-Plan Seedance 2.0 Mini und 2.5 ein, Canva nutzt laut Berichten Googles Veo 3. Der Vorteil ist, dass Schnitt, Text, Brand Kit und Export an einem Ort liegen. Der Nachteil: Die KI-Kontingente und Modelle je Plan nennt Canva nicht eindeutig, bei CapCut werden KI-Funktionen über Credits abgerechnet.
Für Erklärvideos zum Produkt mit Sprecher eignet sich zusätzlich ein Avatar-Tool wie HeyGen, für vorlagenbasierte Animationen Renderforest.
Schritt 6: Schnitt, Text und Ton
Im Editor setzt du die Clips zusammen. Diese Elemente gehören in den Schnitt und nicht in den Prompt:
- Produktname, Preis, Rabatt und Aufforderung als Text-Overlay. Text im Bild gerät bei vielen Videomodellen fehlerhaft.
- Logo, am besten am Ende und klein in einer Ecke innerhalb der Safe Zone.
- Untertitel. Viele Menschen schauen Kurzvideos ohne Ton.
- Musik aus einer Quelle mit klarer Lizenz für Werbung.
- Sprecherstimme, falls der Clip keinen Darsteller hat, etwa mit ElevenLabs ab einem Tarif mit kommerzieller Lizenz.
Achte beim Schnitt darauf, dass der Hook ohne Ton funktioniert: ein klares Bild und eine kurze Einblendung in den ersten zwei Sekunden.
Schritt 7: Formate ableiten
Erzeuge die Clips möglichst gleich im wichtigsten Zielformat. Wenn du dieselbe Kampagne in 9:16 für Reels und in 16:9 für YouTube brauchst, generiere die Schlüsselszenen in beiden Formaten, statt nachträglich zuzuschneiden. Beim Zuschnitt von Querformat auf Hochformat geht ein Großteil des Bildes verloren, und das Produkt sitzt dann oft nicht mehr mittig. Werkzeuge für automatischen Zuschnitt erklärt das Glossar unter Auto-Reframe.
Eine sinnvolle Exportliste für eine kleine Kampagne:
Kampagne_Flasche_Hook-A_9x16.mp4 (Reels, TikTok, Shorts)
Kampagne_Flasche_Hook-B_9x16.mp4
Kampagne_Flasche_Hook-C_9x16.mp4
Kampagne_Flasche_Hook-A_4x5.mp4 (Facebook- und Instagram-Feed)
Kampagne_Flasche_Hook-A_16x9.mp4 (YouTube In-Stream, Website)
Prüfe jede Fassung vor dem Hochladen auf dem Handy: Liegen Text und Logo in den sicheren Bereichen? Ist das Produkt im ersten Bild erkennbar?
Schritt 8: Kennzeichnen und hochladen
Beim Hochladen im Werbekonto kommen zwei Arten von Kennzeichnung zusammen.
Die erste betrifft KI. TikTok erlaubt laut Werberichtlinie stark bearbeitete oder KI-generierte Inhalte in Anzeigen, wenn sie gekennzeichnet sind: mit dem Label für KI-generierte Inhalte oder einem eigenen deutlichen Hinweis in Beschreibung, Wasserzeichen oder Sticker. Als wesentlich nennt TikTok unter anderem komplett KI-generierte Inhalte, eine Hauptperson, die etwas tut, was sie nicht getan hat, und Stimmklone, die eine Person etwas sagen lassen. Kleine Bearbeitungen wie Licht, Farbe, Hintergrund oder Rauschunterdrückung gelten laut TikTok als unwesentlich. Nicht gekennzeichnete KI-Inhalte führen laut TikTok zur Ablehnung oder Einschränkung der Anzeige. Im Zweifel empfiehlt TikTok die Kennzeichnung.
Meta kennzeichnet laut Hilfe Anzeigenbilder, die mit Metas eigenen KI-Funktionen erstellt oder erheblich verändert wurden, mit „KI-Info“. Eine Pflicht für Werbetreibende, digital erstellte oder veränderte Videos offenzulegen, nennt Meta ausdrücklich für Anzeigen zu sozialen Themen, Wahlen und Politik. Für realistische Deepfakes gilt seit dem 2. August 2026 zusätzlich Art. 50 der EU-KI-Verordnung.
Die zweite betrifft den Werbezweck. Bei Anzeigen, die über das Werbekonto geschaltet werden, kennzeichnet die Plattform sie als Anzeige. Wenn ein Video dagegen als normaler Beitrag auf dem eigenen Kanal oder bei einem Creator läuft, muss der kommerzielle Zweck selbst erkennbar sein. Die Medienanstalten empfehlen bei Videos, in denen ein Produkt die Hauptrolle spielt, eine gut lesbare Einblendung „Werbung“ oder „Werbevideo“.
Ein Hinweistext für die Beschreibung kann so aussehen:
Werbung. Szenen und Sprecherin in diesem Video sind mit KI erstellt.
Schritt 9: Varianten testen
Erzeuge für den Hook mehrere Varianten. Er entscheidet bei Kurzvideos stark darüber, ob jemand weiterschaut, und lässt sich mit KI günstig variieren. Ändere pro Variante nur den Hook und lass den Rest gleich, damit du weißt, was gewirkt hat.
- Drei Varianten mit unterschiedlichem Hook in derselben Anzeigengruppe hochladen.
- Gleiches Budget und gleiche Zielgruppe für alle Varianten.
- Laufen lassen, bis jede Variante genug Impressionen hat, um sie zu vergleichen.
- Die schwächste Variante pausieren und eine neue mit einem anderen Hook nachschieben.
Kosten im Überblick
Laut Preisseiten (Stand 10/2026, Preise können sich ändern):
| Tool | Einstieg | Hinweis |
|---|---|---|
| Creatify | siehe Preise | Free-Plan mit Wasserzeichen |
| Arcads | siehe Preise | Preise nicht auf der Website, nur aus externen Preisübersichten |
| HeyGen | 29 USD/Monat | 24 USD bei Jahreszahlung |
| Kling AI | 8,80 USD/Monat | kommerziell ab Standard, Free-Plan ohne kommerzielle Nutzung |
| Runway | 15 USD/Monat | Free-Plan mit 125 Credits einmalig |
| Adobe Firefly | 10,98 €/Monat | bis zu 20 Videos à 5 Sekunden |
| CapCut | 23,99 €/Monat (Pro) | Seedance-Modelle im Editor |
| Google Veo in Flow | 0 € | 50 Credits pro Tag laut Google |
Rechenbeispiel für einen Produktclip
Fünf Szenen à 8 Sekunden, jede Szene dreimal erzeugt, ergibt 15 Clips mit zusammen 120 Sekunden Material.
| Weg | Rechnung | Kosten |
|---|---|---|
| Google Flow, Gemini Omni Flash 720p | 15 x 12 Credits | 180 Credits, also knapp vier Tage Gratis-Kontingent oder ein Teil der 1.000 Monatscredits in Google AI Pro |
| Google Flow, Veo 3.1 Fast | 15 x 20 Credits | 300 Credits |
Die Credit-Werte stammen aus der Flow-Hilfe für Konten ohne Ultra (Stand 10/2026). Über die Gemini API rechnet Google je Sekunde ab, die Sätze stehen in der Preisübersicht zu Google Veo. Wenn du dieselben Szenen zusätzlich im Querformat brauchst, verdoppeln sich die Kosten. Für Werbung musst du außerdem prüfen, ob der genutzte Zugang die kommerzielle Nutzung abdeckt.
Rechtliches bei Werbevideos
Werbung unterliegt strengeren Regeln als private Clips:
- Kommerzielle Lizenz: Der Free-Plan reicht fast nie. Bei Kling AI und ElevenLabs schließt der Free-Plan die kommerzielle Nutzung laut Preisseite aus, bei Akool gibt es die Business-Lizenz erst im Business-Plan, bei Pika die kommerzielle Lizenz ab Creator.
- Keine Irreführung: Nach § 5 UWG darf Werbung keine unwahren oder zur Täuschung geeigneten Angaben über wesentliche Merkmale eines Produkts machen. Das Produkt darf im Video keine Eigenschaften zeigen, die es nicht hat, und KI-Darsteller dürfen nicht als echte Kunden mit echten Erfahrungen ausgegeben werden.
- Kennzeichnung: Realistische KI-Inhalte musst du je nach Plattform und Fall kennzeichnen, siehe Schritt 8. Der kommerzielle Zweck muss nach § 5a Abs. 4 UWG erkennbar sein.
- Trainingsdaten: Für Marken, die rechtlich vorsichtig sein wollen, werben Adobe Firefly und Moonvalley Marey damit, nur mit lizenziertem Material trainiert zu haben.
- Marken und Personen: Keine fremden Logos, keine Nachbildung bekannter Personen. TikTok verbietet in seiner Werberichtlinie ausdrücklich den Missbrauch des Abbilds öffentlicher Personen und falsche Empfehlungen.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Kampagnen mit echten Personen, Gesundheitsaussagen oder Vergleichen mit Wettbewerbern solltest du die Anzeige vorher anwaltlich prüfen lassen. Ausführlich im Ratgeber KI-Videos und Recht.
Typische Fehler und wie du sie behebst
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Produkt per Prompt erzeugt | Etikett und Form stimmen nicht | eigenes Foto als Startbild |
| Preis oder Rabatt im Prompt | Schrift im Video fehlerhaft | Text im Editor setzen |
| Nur eine Variante | kein Vergleich möglich | drei Hooks, Rest gleich |
| Querformat für Reels zugeschnitten | Produkt angeschnitten | Schlüsselszenen in 9:16 erzeugen |
| Text am unteren Rand | von Schaltflächen verdeckt | Safe Zones der Plattform einhalten |
| Free-Plan-Material in Anzeigen | Verstoß gegen Nutzungsbedingungen | Tarif mit kommerzieller Lizenz |
| KI-Darsteller erzählt von eigener Erfahrung | Irreführung | Produktfakten statt erfundener Erlebnisse |
| Zahlen ohne Beleg im Skript | Irreführung | nur nachprüfbare Angaben |
| Keine KI-Kennzeichnung bei TikTok | Anzeige abgelehnt oder eingeschränkt | Label oder Hinweis setzen |
Checkliste für dein KI-Werbevideo
- Ziel, Plattform und Format festgelegt
- Skript mit Hook, Problem, Lösung, Beleg und Aufforderung
- Nur nachprüfbare Produktangaben, keine erfundenen Kundenstimmen
- Eigene Produktfotos als Startbild oder Referenz
- Jede Szene mehrfach erzeugt, Produktdarstellung geprüft
- Text, Preis, Logo und Untertitel im Editor gesetzt
- Safe Zones eingehalten
- Fassungen in 9:16, 4:5 und 16:9 nach Bedarf exportiert
- Alle Tools mit Tarif für kommerzielle Nutzung
- KI- und Werbekennzeichnung nach Plattform gesetzt
- Drei Hook-Varianten zum Testen hochgeladen
Unsere Auswahl nach Anwendungsfall steht in den Bestenlisten KI für Werbevideos und KI für Produktvideos. Für organische Kurzvideos ohne Werbebudget hilft der Ratgeber KI-Videos für TikTok und Reels, die allgemeine Anleitung findest du unter KI-Videos erstellen.
Passende Tools

Bild: HeyGenHeyGen
9,1 HervorragendKI-Avatare
4,7(108.092)ab 24 $/Monat

Bild: Adobe Firefly (Video)Adobe Firefly (Video)
8,5 Sehr gutText-zu-Video
4,4(33.999)ab 10,98 €/Monat

Bild: Captions (Mirage)Captions (Mirage)
8,3 Sehr gutKI-Video-Editoren
4,2(23.134)ab 24,99 $/Monat

Bild: Kling AIKling AI
8,1 Sehr gutText-zu-Video
4,5(642.342)ab 8,80 $/Monat

Bild: HiggsfieldHiggsfield
8,1 Sehr gutKI-Plattformen
4,0(5.152)ab 19 €/Monat

Google Veo / Gemini Omni (Flow, Gemini-App)
7,8 GutText-zu-Video
4,0(35.819)ab 4,99 €/Monat
Häufige Fragen
Welches Tool ist am besten für KI-Werbevideos?
Das hängt vom Format ab. Für Anzeigen mit KI-Darstellern sind Creatify und Arcads spezialisiert, für Szenen und Produktclips Generatoren wie Kling AI, Google Veo oder Runway. Wer schon in Canva oder CapCut arbeitet, kann die dort eingebauten KI-Videofunktionen nutzen. Unsere Auswahl steht in der Bestenliste KI für Werbevideos.
Was kostet ein KI-Werbevideo?
Die Tool-Kosten sind meist gering: Kling AI beginnt laut Preisseite bei 8,80 USD im Monat (Stand 10/2026). Spezialisierte Werbe-Tools wie Creatify und Arcads kosten deutlich mehr, die aktuellen Tarife stehen auf den Tool-Seiten. In Google Flow reichen die 50 täglichen Gratis-Credits laut Google für etwa vier 8-Sekunden-Clips mit Gemini Omni Flash in 720p. Dazu kommen Zeit für Skript, Auswahl und Schnitt und das Budget für die Anzeigenschaltung.
Darf ich KI-Videos für Werbung nutzen?
Ja, wenn dein Tarif die kommerzielle Nutzung erlaubt und das Video keine Rechte Dritter verletzt. Viele Free-Pläne schließen Werbung aus. Außerdem darf die Werbung nach § 5 UWG nicht irreführen, etwa durch KI-Darsteller, die sich als echte Kunden ausgeben, oder durch Produkteigenschaften, die es nicht gibt.
Sollte ich mein Produkt per Text-Prompt erzeugen lassen?
Besser nicht. Ein generiertes Produkt sieht selten exakt wie dein echtes aus. Nutze eigene Produktfotos als Startbild für Bild-zu-Video oder Referenzfunktionen, damit Form, Farbe und Etikett stimmen.
Muss ich KI-Werbevideos kennzeichnen?
Oft ja, und zwar auf zwei Ebenen. TikTok verlangt laut Werberichtlinie, dass wesentlich KI-generierte Inhalte in Anzeigen gekennzeichnet werden, sonst wird die Anzeige abgelehnt oder eingeschränkt. Realistische Deepfakes müssen nach Art. 50 der KI-Verordnung offengelegt werden. Unabhängig davon muss der kommerzielle Zweck erkennbar sein.
Welches Format brauche ich für Reels, TikTok und Shorts?
Alle drei sind auf Hochformat 9:16 ausgelegt. Meta nennt für Instagram-Reels-Anzeigen 1.440 x 2.560 Pixel, TikTok für In-Feed-Anzeigen mindestens 540 x 960 Pixel, und Google empfiehlt für Shorts-Anzeigen 9:16. Für den Facebook-Feed empfiehlt Meta 4:5.
Wie lang sollte ein KI-Werbevideo sein?
Google empfiehlt für Shorts-Anzeigen unter 60 Sekunden und für aktionsorientierte Anzeigen 10 bis 30 Sekunden, für überspringbare In-Stream-Anzeigen mit Ziel Reichweite oder Aktion 15 bis 20 Sekunden. TikTok und Meta erlauben deutlich längere Videos, nennen auf ihren Spezifikationsseiten aber keine Empfehlung.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.
52 KI-Videogeneratoren.Ein Vergleich.
Von Text-zu-Video bis Avatar, mit Preisen, Gratis-Angeboten und Nutzerbewertungen.
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