- Englisch
- User-generated content
- Auch genannt
- User Generated Content, nutzergenerierte Inhalte, KI-UGC, UGC-Video, UGC-Videos, UGC-Ads
- Thema
- Erstellen & Prompting
UGC steht für User Generated Content, auf Deutsch nutzergenerierte Inhalte. Gemeint sind Fotos, Videos und Texte, die nicht ein Unternehmen, sondern normale Nutzer erstellen, etwa ein Produkttest per Smartphone oder eine Bewertung auf TikTok. Im Marketing bezeichnet UGC heute vor allem Werbevideos in genau diesem Stil, und KI-Tools erzeugen solche Videos inzwischen mit Avataren statt mit echten Personen.
Warum ist UGC in der Werbung so verbreitet?
UGC-Videos wirken weniger wie Werbung. Eine Person filmt sich selbst im Hochformat, spricht direkt in die Kamera, zeigt das Produkt in der Hand. Das passt zu dem, was Leute in sozialen Netzwerken ohnehin sehen. Marken bezahlen deshalb Creator dafür, Videos in diesem Stil zu drehen, die dann als Anzeige laufen. Ursprünglich echtes Kundenmaterial ist so zu einem eigenen Werbeformat geworden.
Was ist KI-UGC?
Bei KI-UGC steht keine echte Person vor der Kamera. Ein KI-Avatar spricht das Skript, Stimme und Lippenbewegung kommen aus dem Tool, Hintergrund und Bildausschnitt imitieren eine Smartphone-Aufnahme. Arcads etwa ist auf solche Videos spezialisiert und bietet laut Hersteller über 1.000 KI-Darsteller, die ein Skript vortragen.
Der Vorteil liegt in der Menge. Statt einen Creator für jede Variante neu zu buchen, erzeugst du in kurzer Zeit Dutzende Versionen mit unterschiedlichem Einstieg, anderer Person oder anderer Sprache. Performance-Marketing-Teams testen so, welche Variante die besten Ergebnisse bringt. Wie du dabei vorgehst, beschreibt der Ratgeber KI-Werbevideo erstellen. Passende Tools findest du unter Werbevideos.
Worauf du achten solltest
KI-UGC lebt davon, echt zu wirken, und genau da liegt das Risiko. Wenn ein Avatar so tut, als hätte er ein Produkt selbst ausprobiert, kann das Zuschauer täuschen. Je nach Gestaltung kommen Kennzeichnungspflichten nach der EU-KI-Verordnung und das Wettbewerbsrecht ins Spiel, und auch Werbeplattformen haben eigene Regeln für KI-Inhalte. Einen Überblick gibt der Ratgeber KI-Videos und Recht, er ersetzt aber keine Rechtsberatung.
Achte außerdem auf die Lizenz: Darfst du den Avatar in bezahlter Werbung einsetzen, und in welchem Tarif? Und prüfe die Qualität in der Sprache deiner Zielgruppe. Ein Avatar, dessen deutsche Aussprache holpert, verrät sich schnell und kostet Vertrauen.
Häufige Fragen zu UGC
Was bedeutet UGC?
UGC steht für User Generated Content, also Inhalte, die von Nutzern statt vom Unternehmen selbst stammen. Im Marketing meint UGC oft Videos im Stil echter Kundenbewertungen, die Marken für Werbung nutzen.
Was ist KI-UGC?
KI-UGC sind Werbevideos im typischen UGC-Look, bei denen statt einer echten Person ein KI-Avatar das Skript in die Kamera spricht. Damit lassen sich viele Varianten einer Anzeige schnell erstellen und testen.
Muss ich KI-UGC als KI kennzeichnen?
Das hängt vom Einzelfall ab. Wirkt ein Avatar wie eine echte Person mit echter Erfahrung, kommen Kennzeichnungspflichten aus der KI-Verordnung und das Verbot irreführender Werbung in Betracht. Hol dir im Zweifel rechtlichen Rat.
Relevante Glossareinträge
- KI-AvatarEin KI-Avatar ist eine digitale Person, die in einem Video einen eingegebenen Text lippensynchron spricht, etwa für Schulungs- und Erklärvideos.
- 9:16-Hochformat9:16 ist das senkrechte Videoformat für TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts, meist mit 1080 × 1920 Pixeln.
- Talking HeadEin Talking Head ist ein Video, in dem eine Person frontal in die Kamera spricht. Bei KI-Videos übernimmt das oft ein KI-Avatar mit synchronen Lippen.
- Kommerzielle Nutzung (KI-Videos)Kommerzielle Nutzung heißt, ein KI-Video geschäftlich einzusetzen, etwa für Werbung oder Kundenprojekte. Ob das erlaubt ist, regelt der Tarif.
- KI-Kennzeichnungspflicht (AI Act)Die KI-Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 der EU-KI-Verordnung verlangt, dass KI-Inhalte maschinenlesbar markiert und Deepfakes offengelegt werden.
- Automatische Untertitel (Auto-Captions)Automatische Untertitel (Auto-Captions) erzeugt eine KI per Spracherkennung aus der Tonspur eines Videos und blendet sie zeitlich passend ein.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























