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AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)

Kurz gesagt

Ein AVV ist ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO. Er regelt, wie ein Dienstleister wie ein KI-Videotool personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet.
Der AVV bindet das Tool an deine WeisungVertrag nach Art. 28 DSGVODein UnternehmenAVVKI-Videotoolpersonenbezogene DatenDER VERTRAG REGELT UNTER ANDEREMnur nach WeisungVertraulichkeitUnterauftragnehmer
Ein AVV regelt nur dein Verhältnis zum Anbieter. Die Einwilligung der Personen, deren Gesicht oder Stimme du nutzt, ersetzt er nicht.
Englisch
Data processing agreement (DPA)
Auch genannt
Auftragsverarbeitungsvertrag, Auftragsverarbeitungsverträge, AV-Vertrag, Data Processing Agreement, Auftragsverarbeitung
Thema
Recht & Sicherheit

Ein AVV, ausgeschrieben Auftragsverarbeitungsvertrag, ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmen und einem Dienstleister, der in dessen Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet. Grundlage ist Art. 28 DSGVO. Bei KI-Videotools ist der Anbieter oft ein solcher Auftragsverarbeiter, etwa wenn du Aufnahmen von Mitarbeitenden für Avatare hochlädst oder Kundennamen für personalisierte Videos verwendest. Englischsprachige Anbieter nennen den Vertrag Data Processing Agreement, kurz DPA.

Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ist keine Rechtsberatung.

Was steht in einem AVV?

Art. 28 Abs. 3 DSGVO legt fest, was der Vertrag mindestens regeln muss. Dazu gehören Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung, die Art der Daten und die betroffenen Personengruppen. Der Dienstleister darf die Daten nur nach Weisung verarbeiten, muss Mitarbeitende zur Vertraulichkeit verpflichten und angemessene technische und organisatorische Maßnahmen treffen. Außerdem regelt der Vertrag, ob und wie weitere Unterauftragnehmer eingesetzt werden, wie der Anbieter bei Anfragen von Betroffenen hilft und was nach Vertragsende mit den Daten passiert. Der Vertrag kann laut Art. 28 Abs. 9 DSGVO auch elektronisch geschlossen werden.

Worauf du bei KI-Videotools achten solltest

Prüfe, ob der Anbieter überhaupt einen AVV anbietet und in welchem Tarif. Laut Anbieter ist das bei Colossyan, ElevenLabs, HeyGen und Synthesia der Fall. Lies im Vertrag und in der Liste der Unterauftragnehmer nach, in welchen Ländern Daten verarbeitet werden, und ob hochgeladene Inhalte zum Training von Modellen genutzt werden dürfen. Bei Anbietern außerhalb der EU kommen die Regeln zur Datenübermittlung in Drittländer hinzu.

Ein AVV ersetzt nicht die Einwilligung der Personen, deren Gesicht oder Stimme du verwendest. Er regelt nur das Verhältnis zwischen dir und dem Anbieter. Tools mit Angaben zu AVV und EU-Hosting findest du unter KI-Videogenerator mit DSGVO, weitere Hinweise im Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos.

Häufige Fragen zu AVV

Brauche ich einen AVV, wenn ich ein KI-Videotool im Unternehmen nutze?

Wenn der Anbieter dabei personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, etwa Aufnahmen von Mitarbeitenden oder Kundennamen, in der Regel ja.

Wo finde ich den AVV eines Anbieters?

Oft im Trust Center, in den rechtlichen Dokumenten oder auf Anfrage beim Support. Englischsprachige Anbieter nennen ihn meist Data Processing Agreement oder DPA. Manche bieten ihn nur in höheren Tarifen an.

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Hier kommt der Begriff vor.

Jochen Sahm, Autor & Visual Designer

Geschrieben von

Jochen Sahm

Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH

Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.

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