- Englisch
- Timelapse
- Auch genannt
- Timelapse, Time-Lapse, Zeitrafferaufnahme, Zeitraffervideo, Hyperlapse
- Thema
- Schnitt & Bearbeitung
Ein Zeitraffer, englisch Timelapse, zeigt Vorgänge stark beschleunigt. Was in Wirklichkeit Minuten, Stunden oder Tage dauert, läuft in wenigen Sekunden ab: ziehende Wolken, ein Sonnenuntergang, der Verkehr einer Kreuzung oder eine wachsende Pflanze. Der Zeitraffer ist das Gegenstück zur Zeitlupe.
Wie entsteht ein Zeitraffer?
Klassisch nimmt eine Kamera in festen Abständen einzelne Fotos auf, etwa alle fünf Sekunden. Diese Bilder werden danach zu einem Video mit normaler Bildrate zusammengesetzt. Bei 25 Bildern pro Sekunde und einem Foto alle fünf Sekunden ergibt eine Stunde Aufnahme 720 Bilder und damit knapp 29 Sekunden Video. Viele Smartphones haben dafür einen eigenen Modus.
Der einfachere Weg ist, ein normales Video im Schnittprogramm stark zu beschleunigen. Das funktioniert für kurze Vorgänge, braucht aber viel Speicher und lange Aufnahmen. Bewegt sich die Kamera beim Zeitraffer durch den Raum, spricht man von Hyperlapse.
Zeitraffer mit KI-Videogeneratoren
KI-Modelle können Zeitraffer-Szenen direkt erzeugen, ohne dass du stundenlang filmst. Du beschreibst im Prompt den Vorgang und den Stil, etwa „Zeitraffer, Wolken ziehen über eine Bergkette, Sonnenuntergang“. Solche Clips eignen sich gut als B-Roll, als Übergang zwischen Szenen oder als Hintergrund für Texte. Einstieg und Beispiele findest du unter Text zu Video und im Ratgeber KI-Video-Prompts.
Bei generierten Zeitraffern achte auf die Logik der Szene. Modelle bilden die Wirkung oft gut nach, machen aber Fehler bei Details: Schatten wandern in die falsche Richtung, Lichter gehen ohne Grund an und aus, oder Gebäude verändern sich zwischen den Bildern. Für Hintergründe fällt das selten auf, für Szenen, in denen Genauigkeit zählt, schon.
Worauf du achten solltest
Ein Zeitraffer lebt von einer ruhigen Kamera und einem klaren Vorgang. Bei eigenen Aufnahmen brauchst du ein Stativ und eine feste Belichtung, sonst flackert das Bild. Bei KI-Clips hilft es, im Prompt eine statische Kamera zu verlangen. Wenn du einen generierten Zeitraffer weiter beschleunigst, prüfe das Ergebnis auf Sprünge. Und kennzeichne generierte Aufnahmen realer Orte als KI-Inhalt, wenn sie wie echte Dokumentation wirken könnten.
Häufige Fragen zu Zeitraffer
Wie funktioniert ein Zeitraffer?
Die Kamera nimmt in großen Abständen einzelne Bilder auf, zum Beispiel eines alle zwei Sekunden. Beim Abspielen mit normaler Bildrate laufen Minuten oder Stunden in wenigen Sekunden ab.
Was ist ein Hyperlapse?
Ein Zeitraffer, bei dem sich die Kamera zusätzlich durch den Raum bewegt, etwa durch eine Straße. Dafür braucht es eine Stabilisierung, damit das Bild nicht wackelt.
Relevante Glossareinträge
- Zeitlupe (Slow Motion)Zeitlupe zeigt Bewegungen langsamer als in Wirklichkeit. Dafür werden mehr Bilder aufgenommen oder per KI zwischen vorhandene Bilder gerechnet.
- Frame-RateDie Frame-Rate gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde ein Video zeigt, etwa 24, 30 oder 60 fps. Sie bestimmt mit, wie flüssig Bewegung wirkt.
- Text-to-VideoText-to-Video bezeichnet KI-Modelle, die aus einer schriftlichen Beschreibung, dem Prompt, einen Videoclip erzeugen, manche mit passendem Ton.
- B-RollB-Roll ist ergänzendes Bildmaterial, das zwischen oder über die Hauptaufnahme geschnitten wird, etwa Detailaufnahmen zu einem gesprochenen Text.
- PromptEin Prompt ist die Texteingabe, mit der du einer KI sagst, was sie erzeugen soll. Bei Video beschreibt er Motiv, Handlung, Kamera, Licht und Stil.
- Auto-ReframeAuto-Reframe passt ein Video automatisch an ein anderes Seitenverhältnis an, etwa von 16:9 auf 9:16. Gesichter und wichtige Motive bleiben im Bild.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























