- Englisch
- Slow motion
- Auch genannt
- Slow Motion, Slowmotion, Slow-Mo, Slowmo, Zeitlupeneffekt
- Thema
- Schnitt & Bearbeitung
Zeitlupe, englisch Slow Motion, zeigt Bewegungen langsamer, als sie tatsächlich ablaufen. Ein Sprung, der in Wirklichkeit eine Sekunde dauert, ist dann zum Beispiel vier Sekunden lang zu sehen. Damit das flüssig aussieht, braucht das Video mehr Einzelbilder, als bei normaler Geschwindigkeit nötig wären.
Wie entsteht eine Zeitlupe?
Der klassische Weg ist eine hohe Bildrate bei der Aufnahme. Filmst du mit 120 Bildern pro Sekunde und spielst mit 30 ab, läuft die Bewegung viermal langsamer, und jedes Bild ist ein echtes Bild. Viele Smartphones können das.
Der zweite Weg ist Frame-Interpolation. Eine KI berechnet aus zwei aufeinanderfolgenden Bildern ein oder mehrere Zwischenbilder. So lässt sich auch Material mit 24 oder 30 Bildern pro Sekunde verlangsamen, ohne dass es ruckelt. Bei schnellen oder sich überkreuzenden Bewegungen entstehen dabei aber leicht Verzerrungen und Geisterbilder.
Wer einen Clip nur verlangsamt, ohne neue Bilder zu erzeugen, bekommt ein ruckelndes Ergebnis, weil jedes Bild mehrfach gezeigt wird.
Zeitlupe bei KI-Videos
Bei KI-Videogeneratoren gibt es einen dritten Weg. Du beschreibst die Zeitlupe schon im Prompt, etwa „in Zeitlupe“ oder „slow motion“. Viele Modelle erzeugen dann direkt eine verlangsamte Bewegung, etwa fallende Wassertropfen oder wehende Haare. Das ist oft sauberer als nachträgliches Verlangsamen, weil das Modell die Bewegung von Anfang an so plant. Formulierungen dafür findest du in der Prompt-Sammlung.
Generierte Clips sind meist nur wenige Sekunden lang. Zeitlupe kann helfen, einen kurzen Clip zu strecken. Allerdings werden dabei auch Fehler länger sichtbar, etwa verformte Hände oder Objekte, die sich verändern.
Worauf du achten solltest
Setze Zeitlupe gezielt für Momente ein, die wirken sollen, nicht für ganze Videos. Ton musst du meist getrennt behandeln, denn verlangsamter Ton klingt tief und verzerrt. Lege stattdessen Musik oder eigene Geräusche darunter. Wenn du nachträglich verlangsamst, prüfe Kanten und Bewegungen genau auf Interpolationsfehler. Werkzeuge mit Geschwindigkeits- und Interpolationsfunktionen findest du unter KI-Video-Editoren.
Häufige Fragen zu Zeitlupe
Wie entsteht eine flüssige Zeitlupe?
Entweder wird mit hoher Bildrate gefilmt, etwa 120 Bilder pro Sekunde, und mit 24 oder 30 abgespielt. Oder eine KI berechnet fehlende Zwischenbilder, wenn das Material nur wenige Bilder pro Sekunde hat.
Kann ich KI-Videos in Zeitlupe abspielen?
Ja, aber generierte Clips haben meist eine normale Bildrate. Einfaches Verlangsamen ruckelt dann. Mit Frame-Interpolation wird die Zeitlupe flüssiger, oder du beschreibst die Zeitlupe direkt im Prompt.
Was bedeutet Speed Ramping?
Ein fließender Wechsel der Geschwindigkeit innerhalb eines Clips, etwa von normal zu Zeitlupe und zurück. Der Effekt ist in Sport- und Social-Media-Videos verbreitet.
Relevante Glossareinträge
- Frame-InterpolationFrame-Interpolation berechnet Zwischenbilder zwischen vorhandenen Frames. So wird ein Video flüssiger, die Bildrate höher oder eine Zeitlupe möglich.
- Frame-RateDie Frame-Rate gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde ein Video zeigt, etwa 24, 30 oder 60 fps. Sie bestimmt mit, wie flüssig Bewegung wirkt.
- Zeitraffer (Timelapse)Ein Zeitraffer zeigt langsame Vorgänge stark beschleunigt, etwa ziehende Wolken oder einen Sonnenuntergang. KI-Modelle erzeugen solche Szenen auch direkt.
- 60 fps60 fps heißt 60 Bilder pro Sekunde. Bewegungen wirken damit sehr flüssig, etwa bei Sport und Gaming. KI-Videos erreichen 60 fps meist per Interpolation.
- 24 fps24 fps heißt 24 Bilder pro Sekunde. Das ist die klassische Bildrate des Kinos und sorgt für den typischen Filmlook. Viele KI-Videomodelle nutzen sie.
- Auto-ReframeAuto-Reframe passt ein Video automatisch an ein anderes Seitenverhältnis an, etwa von 16:9 auf 9:16. Gesichter und wichtige Motive bleiben im Bild.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























