- Englisch
- Bitrate
- Auch genannt
- Datenrate, Videobitrate, Bitraten, Mbit/s, Mbps
- Thema
- Formate & Qualität
Die Bitrate beschreibt, wie viele Daten pro Sekunde für ein Video gespeichert oder übertragen werden. Sie wird meist in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) angegeben. Je höher die Bitrate, desto mehr Details bleiben bei der Kompression erhalten und desto größer wird die Datei.
Wie hängen Bitrate, Auflösung und Codec zusammen?
Die Auflösung sagt, wie viele Pixel ein Bild hat. Die Bitrate sagt, wie viele Daten für diese Pixel zur Verfügung stehen. Ein 4K-Video mit sehr niedriger Bitrate kann deshalb schlechter aussehen als ein gut komprimiertes 1080p-Video. Typische Fehler bei zu wenig Bitrate sind Blockbildung, verwaschene Flächen und Stufen in Farbverläufen, etwa am Himmel.
Wie viel Bitrate nötig ist, hängt auch vom Codec ab. H.265 erreicht bei gleicher Bildqualität meist eine niedrigere Bitrate als H.264, ProRes arbeitet dagegen mit sehr hohen Bitraten, um möglichst wenig Qualität zu verlieren. Viel Bewegung, Rauschen und feine Strukturen wie Blätter oder Wasser brauchen mehr Daten als ruhige Szenen.
Bitrate bei KI-Videos
KI-Tools legen die Bitrate beim Download meist selbst fest und zeigen sie selten an. Prüfe die Datei mit einem Player wie VLC oder in den Dateieigenschaften. Wenn du KI-Clips in einem Editor weiterbearbeitest, exportiere am Ende mit ausreichender Bitrate, statt die Standardvorgabe für kleine Dateien zu nehmen.
Für YouTube nennt Google in den empfohlenen Upload-Einstellungen Richtwerte je Auflösung und Bildrate, für 1080p mit Standardbildrate etwa 8 Mbit/s und für 4K 35 bis 45 Mbit/s in SDR.
Worauf du achten solltest
Lade lieber mit etwas höherer Bitrate hoch, denn Plattformen komprimieren ohnehin nach. Doppelte Kompression mit niedrigen Werten führt schnell zu sichtbaren Artefakten. Für Archiv und Weiterbearbeitung lohnt sich eine Masterdatei mit hoher Bitrate. Tools für den Export findest du unter KI-Video-Editoren.
Häufige Fragen zu Bitrate
Welche Bitrate brauche ich für ein 1080p-Video?
Für den Upload zu YouTube empfiehlt Google bei 1080p mit 24 bis 30 fps etwa 8 Mbit/s in SDR, bei 60 fps etwa 12 Mbit/s. Andere Plattformen haben eigene Empfehlungen.
Was ist der Unterschied zwischen konstanter und variabler Bitrate?
Bei konstanter Bitrate (CBR) bekommt jede Sekunde gleich viele Daten. Bei variabler Bitrate (VBR) bekommen bewegte, detailreiche Szenen mehr und ruhige Szenen weniger. VBR ist für fertige Videos meist effizienter.
Warum sieht mein Video nach dem Upload schlechter aus?
Plattformen komprimieren jedes Video neu und senken dabei die Bitrate. Wenn du schon mit niedriger Bitrate hochlädst, gehen bei der zweiten Kompression noch mehr Details verloren.
Relevante Glossareinträge
- CodecEin Codec ist ein Verfahren, das Videos oder Audio komprimiert und wieder entpackt. Bekannte Video-Codecs sind H.264, H.265, AV1 und ProRes.
- AuflösungDie Auflösung gibt an, aus wie vielen Bildpunkten ein Video besteht, etwa 720p, 1080p oder 4K. Mehr Auflösung zeigt mehr Details, kostet aber meist mehr.
- Frame-RateDie Frame-Rate gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde ein Video zeigt, etwa 24, 30 oder 60 fps. Sie bestimmt mit, wie flüssig Bewegung wirkt.
- H.264H.264, auch AVC genannt, ist der verbreitetste Video-Codec. Fast alle KI-Videotools liefern ihre Clips als MP4 mit H.264, weil es überall abspielbar ist.
- Export (Video exportieren)Beim Export speicherst du ein fertiges Video als Datei mit festgelegtem Format, Codec, Auflösung und Bitrate. Danach lässt es sich hochladen oder teilen.
- 1:1-Quadrat1:1 ist das quadratische Videoformat mit gleicher Breite und Höhe, etwa 1080 × 1080 Pixel. Es wird im Feed von Instagram, Facebook und LinkedIn genutzt.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























