- Englisch
- Avatar consent
- Auch genannt
- Avatar-Einwilligung, Einwilligung Avatar, Consent-Video, Einwilligungsvideo, Avatar Consent
- Thema
- Avatare
Die Einwilligung für Avatare ist die Zustimmung einer Person, dass aus ihren Aufnahmen ein KI-Avatar entsteht und dieser in Videos ihr Gesicht, ihre Mimik und gegebenenfalls ihre Stimme zeigt. Ohne diese Zustimmung ist ein Avatar einer realen Person rechtlich riskant und bei seriösen Anbietern meist gar nicht möglich. Dieser Eintrag gibt einen Überblick und ist keine Rechtsberatung.
Warum braucht man eine Einwilligung?
In Deutschland schützt das allgemeine Persönlichkeitsrecht, wie eine Person dargestellt wird. Dazu gehört das Recht am eigenen Bild: Bildnisse dürfen nach § 22 Kunsturhebergesetz grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden. Ein Avatar geht noch weiter, denn er lässt die Person Dinge sagen, die sie nie gesagt hat. Auch die Stimme ist als Teil der Persönlichkeit geschützt.
Hinzu kommt der Datenschutz. Gesichts- und Stimmaufnahmen sind personenbezogene Daten. Werden sie zur eindeutigen Identifizierung verarbeitet, gelten sie als biometrische Daten nach Art. 9 der DSGVO, für die strengere Regeln gelten. Eine Einwilligung lässt sich nach Art. 7 DSGVO jederzeit widerrufen.
Wie läuft die Einwilligung bei Avatar-Tools ab?
Viele Avatar-Anbieter verlangen vor dem Training ein kurzes Video, in dem die Person einen vorgegebenen Satz spricht und der Erstellung zustimmt. So soll verhindert werden, dass jemand mit fremden Aufnahmen einen Avatar baut. Diese technische Bestätigung ersetzt aber keine eigene Vereinbarung zwischen dir und der abgebildeten Person.
Was eine gute Einwilligung enthält
Schreibe fest, wofür der Avatar genutzt wird, in welchen Kanälen und Sprachen, wie lange und ob Inhalte zu Werbung, Politik oder sensiblen Themen ausgeschlossen sind. Kläre, was beim Widerruf oder beim Ausscheiden aus dem Unternehmen passiert und ob eine Vergütung vereinbart ist. Bei Mitarbeitenden ist besondere Vorsicht nötig, weil die Freiwilligkeit im Arbeitsverhältnis genauer geprüft wird.
Mehr zu Persönlichkeitsrecht, Kennzeichnung und Datenschutz findest du im Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos. Für konkrete Verträge wende dich an eine Anwältin oder einen Anwalt.
Häufige Fragen zu Einwilligung für Avatare
Brauche ich eine Einwilligung, wenn ich einen Avatar von mir selbst erstelle?
Rechtlich nicht von dir selbst, aber die meisten Anbieter verlangen trotzdem eine Bestätigung per Video. Damit soll sichergestellt werden, dass die Person in der Aufnahme wirklich zustimmt.
Reicht eine mündliche Zustimmung von Mitarbeitenden?
Für den Nachweis ist eine schriftliche Einwilligung mit klarem Zweck, Umfang und Dauer deutlich sicherer. Bei Beschäftigten gelten wegen des Abhängigkeitsverhältnisses besondere Anforderungen. Lass dich im Zweifel beraten.
Kann eine Einwilligung widerrufen werden?
Eine datenschutzrechtliche Einwilligung kann nach der DSGVO jederzeit für die Zukunft widerrufen werden. Plane deshalb ein, dass ein Avatar später gelöscht und Videos ersetzt werden müssen.
Relevante Glossareinträge
- Eigener Avatar (Custom Avatar)Ein eigener Avatar ist ein KI-Avatar, den ein Tool aus Video- oder Fotoaufnahmen einer echten Person erstellt. Er spricht jeden Text mit deren Gesicht.
- PersönlichkeitsrechtDas allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt Bild, Stimme, Name und Ansehen eines Menschen. Bei KI-Videos betrifft es Avatare, Deepfakes und Stimmklone.
- Recht am eigenen BildDas Recht am eigenen Bild legt fest, dass Bildnisse einer Person nur mit ihrer Einwilligung verbreitet werden dürfen (§ 22 KUG), auch KI-Abbilder.
- Voice CloningVoice Cloning erzeugt per KI eine Kopie einer echten Stimme aus einer Sprachaufnahme. Damit lassen sich beliebige Texte mit dieser Stimme sprechen.
- DeepfakeEin Deepfake ist ein mit KI erzeugter oder veränderter Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der echte Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt nachbildet.
- Face SwapFace Swap ist der Austausch eines Gesichts in einem Bild oder Video durch ein anderes per KI. Mimik und Kopfbewegung bleiben, nur die Identität wechselt.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























