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Recht am eigenen Bild

Kurz gesagt

Das Recht am eigenen Bild legt fest, dass Bildnisse einer Person nur mit ihrer Einwilligung verbreitet werden dürfen (§ 22 KUG), auch KI-Abbilder.
Erkennbar heißt: Einwilligung nötig§ 22 KUG gilt auch für KI-Abbilder?Person im KI-Videoerkennbar?JaEinwilligung nötigAusnahme?AUSNAHMEN NACH § 23 KUGZeitgeschichteBeiwerkVersammlungKunstWerbung meist nicht
Das Gesetz fragt nicht, wie ein Bildnis entstanden ist, sondern ob jemand erkennbar ist. Das ist eine Begriffserklärung, keine Rechtsberatung.
Englisch
Right to one's own image
Auch genannt
Bildnisrecht, Recht am Bild, § 22 KUG, Kunsturhebergesetz, KUG
Thema
Recht & Sicherheit

Das Recht am eigenen Bild bestimmt, dass Bildnisse einer Person grundsätzlich nur mit ihrer Einwilligung verbreitet oder öffentlich gezeigt werden dürfen. Es ist in § 22 des Kunsturhebergesetzes (KUG) geregelt und ein Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Nach dem Tod einer Person brauchst du laut § 22 KUG für zehn Jahre die Einwilligung der Angehörigen.

Dieser Eintrag erklärt den Begriff und ist keine Rechtsberatung.

Welche Ausnahmen gibt es?

§ 23 KUG erlaubt bestimmte Bildnisse ohne Einwilligung. Dazu zählen Bilder aus dem Bereich der Zeitgeschichte, Bilder, auf denen Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder Örtlichkeit erscheinen, Bilder von Versammlungen und Aufzügen sowie Bildnisse, die einem höheren Interesse der Kunst dienen. Diese Ausnahmen gelten nicht, wenn dadurch ein berechtigtes Interesse der abgebildeten Person verletzt wird. Werbung mit einer erkennbaren Person fällt in der Regel nicht unter die Ausnahmen.

Was bedeutet das für KI-Videos?

Das Gesetz fragt nicht, wie ein Bildnis entstanden ist, sondern ob eine Person darauf erkennbar ist. Ein KI-Video, das das Gesicht einer bestimmten Person nachbildet, etwa per Face-Swap, als Deepfake oder als digitaler Zwilling, kann deshalb unter § 22 KUG fallen. Auch wenn du ein Foto eines Menschen als Referenzbild hochlädst und daraus ein Video erzeugst, brauchst du in aller Regel seine Einwilligung, bevor du das Ergebnis veröffentlichst.

Unerlaubtes Verbreiten von Bildnissen kann zu Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen und ist nach § 33 KUG sogar strafbar. Bei Aufnahmen und Daten von Personen gilt außerdem die DSGVO. Wie beide Regelwerke zusammenspielen, ist in Teilen umstritten.

Worauf du achten solltest

Hol dir vor der Veröffentlichung eine Einwilligung, die den konkreten Zweck nennt, also etwa „KI-Avatar für Schulungsvideos des Unternehmens“. Bewahre sie auf. Erzeuge keine erkennbaren Abbilder fremder Menschen, auch nicht von Prominenten, ohne rechtliche Prüfung. Mehr dazu im Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos.

Häufige Fragen zu Recht am eigenen Bild

Gilt das Recht am eigenen Bild auch für KI-generierte Bilder?

Es kommt darauf an, ob eine echte Person erkennbar ist. Ein KI-Abbild, das eindeutig eine bestimmte Person zeigt, kann ein Bildnis im Sinne des Gesetzes sein, unabhängig davon, wie es entstanden ist.

Brauche ich eine Einwilligung für Personen im Hintergrund?

Nicht immer. § 23 KUG nennt Ausnahmen, etwa wenn Personen nur Beiwerk neben einer Landschaft sind oder an einer Versammlung teilnehmen. Die Ausnahmen sind eng und gelten nicht, wenn berechtigte Interessen verletzt werden.

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Hier kommt der Begriff vor.

Jochen Sahm, Autor & Visual Designer

Geschrieben von

Jochen Sahm

Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH

Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.

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