- Englisch
- Hallucination
- Auch genannt
- Halluzinationen, halluziniert, halluzinieren, KI-Halluzination, Hallucination
- Thema
- Modelle & Technik
Eine Halluzination ist ein Fehler, bei dem eine KI Inhalte erzeugt, die überzeugend wirken, aber nicht stimmen. Der Begriff stammt von Sprachmodellen, die erfundene Fakten, Zitate oder Quellen in sachlichem Ton ausgeben. Bei KI-Videos taucht er auch für Bildinhalte auf, die das Modell hinzudichtet oder falsch darstellt.
Halluzinationen in Texten
Wenn du mit einem Sprachmodell Skripte, Erklärtexte oder Untertitel schreibst, kann es Zahlen, Namen, Jahreszahlen oder Produkteigenschaften erfinden. Das Modell sagt das wahrscheinlichste nächste Wort voraus und hat kein eingebautes Wissen darüber, ob eine Aussage wahr ist. Besonders anfällig sind Nischenthemen, aktuelle Ereignisse und genaue Angaben wie Preise oder Gesetzestexte. Für Erklär- und Werbevideos ist das ein echtes Risiko, denn falsche Angaben landen sonst im fertigen Video.
Halluzinationen in Bildern und Videos
Videomodelle halluzinieren auf ihre Weise. Sie fügen Gegenstände hinzu, die du nicht beschrieben hast, setzen einer Hand einen sechsten Finger an, erfinden Text auf Schildern oder ändern das Logo deines Produkts. Manchmal verwechseln sie auch Begriffe aus dem Prompt und zeigen ein ähnliches, aber falsches Motiv. Fachleute sprechen bei solchen Bildfehlern häufiger von Artefakten oder fehlender Prompt-Treue, im Alltag ist Halluzination aber ein verbreiteter Ausdruck dafür.
Worauf du achten solltest
Prüfe jeden KI-Text auf Fakten, bevor er in ein Video geht. Gib dem Sprachmodell nach Möglichkeit eigene Unterlagen vor, statt es frei schreiben zu lassen. Bei Videos kontrollierst du jeden Clip Bild für Bild, vor allem Hände, Gesichter, Schrift und Markenzeichen. Wenn Logos oder Produkte exakt stimmen müssen, arbeite mit einem Startbild per Bild-zu-Video oder setze Logo und Text erst im Schnitt ein. Besonders bei Inhalten über reale Personen oder Ereignisse kann ein halluziniertes Detail auch rechtliche Folgen haben. Mehr dazu im Ratgeber Rechtliches bei KI-Videos. Wie du Sprachmodelle sinnvoll für Videos einsetzt, steht im Ratgeber KI-Videos mit ChatGPT.
Häufige Fragen zu Halluzination
Warum halluzinieren KI-Modelle?
Weil sie nicht nachschlagen, sondern wahrscheinliche Fortsetzungen erzeugen. Ein Sprachmodell schreibt, was plausibel klingt, ein Videomodell malt, was plausibel aussieht. Ob es stimmt, prüft das Modell selbst nicht.
Lassen sich Halluzinationen ganz vermeiden?
Nein, nur verringern. Klare, eindeutige Prompts, vorgegebene Quellen für Texte und Startbilder für Videos helfen. Prüfen musst du die Ergebnisse trotzdem selbst.
Relevante Glossareinträge
- LLM (Large Language Model)Ein LLM (Large Language Model) ist ein großes Sprachmodell, das Text versteht und erzeugt, etwa ChatGPT. In Videotools schreibt es Skripte und Prompts.
- Artefakte (KI-Video-Fehler)Artefakte sind sichtbare Fehler in KI-Videos, etwa Flackern, Morphing, verformte Hände, unleserliche Schrift oder Objekte, die plötzlich verschwinden.
- Prompt-AdhärenzPrompt-Adhärenz beschreibt, wie genau ein KI-Modell die Anweisungen im Prompt umsetzt, also Motive, Handlung, Stil und Kamera so zeigt wie beschrieben.
- TrainingsdatenTrainingsdaten sind die Bilder, Videos, Texte und Töne, aus denen ein KI-Modell lernt. Sie bestimmen, was ein Videogenerator darstellen kann.
- Physik-SimulationPhysik-Simulation meint, wie glaubwürdig ein KI-Videomodell Schwerkraft, Kollisionen, Flüssigkeiten und Stoffe darstellt. Hier zeigen sich typische Fehler.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























