- Auch genannt
- SynthID-Wasserzeichen, SynthID Detector
- Thema
- Modelle & Technik
SynthID ist ein Verfahren von Google DeepMind, das ein unsichtbares Wasserzeichen in KI-generierte Inhalte einbettet. Laut Google DeepMind funktioniert es für Bilder, Videos, Audio und Text aus Googles eigenen Modellen. Das Wasserzeichen ist für Menschen nicht wahrnehmbar, lässt sich aber mit passender Software wieder auslesen.
Wie funktioniert SynthID?
Das Wasserzeichen wird schon bei der Erzeugung in den Inhalt eingebaut, nicht nachträglich als Logo darübergelegt. Bei Bildern und Videos verändert SynthID die Pixel so minimal, dass du keinen Unterschied siehst. Nach Angaben von Google DeepMind übersteht die Markierung übliche Bearbeitungen wie Zuschneiden, Filter, geänderte Bildrate und verlustbehaftete Kompression. Bei Text arbeitet SynthID anders: Es verschiebt leicht die Wahrscheinlichkeiten, mit denen das Modell Wörter auswählt, sodass ein statistisches Muster entsteht.
Für Video ist das vor allem bei Googles Modell Veo relevant. Google gibt an, dass alle Veo-Videos ein SynthID-Wasserzeichen tragen. Wenn du mit Veo arbeitest, ist das Ergebnis also markiert. Wie du Veo nutzt, zeigt der Ratgeber KI-Videos mit Gemini und Veo.
Wie prüfst du, ob ein Video SynthID enthält?
Google bietet die Prüfung in der Gemini-App an. Du lädst ein Bild oder Video hoch und fragst, ob es mit Google-KI erstellt wurde. Laut Google-Hilfe durchsucht Gemini dann Bild- und Tonspur und nennt, in welchen Abschnitten ein Wasserzeichen gefunden wurde. Videos dürfen dafür höchstens 100 MB groß und 90 Sekunden lang sein.
Wichtig ist die Grenze dieser Prüfung: Gemini erkennt laut Google nur Inhalte aus Google-KI-Tools. Wenn kein SynthID gefunden wird, heißt das nicht, dass ein Video echt ist. Es kann mit einem anderen Generator entstanden sein, der kein oder ein anderes Wasserzeichen nutzt.
Was bedeutet SynthID für dich als Creator?
SynthID ist eine technische Markierung, keine Kennzeichnung gegenüber deinem Publikum. Zuschauer sehen das Wasserzeichen nicht. Die EU-KI-Verordnung verlangt von Anbietern generativer KI eine maschinenlesbare Markierung, und Verfahren wie SynthID oder C2PA-Content-Credentials sind Wege, das umzusetzen. Ob du ein Video zusätzlich sichtbar als KI-Inhalt kennzeichnen musst, ist eine eigene Frage. Mehr dazu im Ratgeber KI-Videos und Recht.
Für die Praxis heißt das: Versuche nicht, Wasserzeichen zu entfernen, und plane ein, dass Plattformen und Prüfwerkzeuge Veo-Videos als KI-generiert erkennen können.
Häufige Fragen zu SynthID
Kann ich prüfen, ob ein Video SynthID enthält?
Ja. In der Gemini-App kannst du ein Video hochladen und fragen, ob es mit Google-KI erstellt wurde. Google nennt dafür Grenzen wie maximal 100 MB und 90 Sekunden pro Video.
Haben alle Veo-Videos ein SynthID-Wasserzeichen?
Laut Google tragen alle mit Veo erzeugten Videos ein SynthID-Wasserzeichen. Es ist unsichtbar und verändert das Bild für Zuschauer nicht.
Lässt sich SynthID entfernen?
Google gibt an, dass das Wasserzeichen typische Bearbeitungen wie Zuschneiden, Filter und Kompression übersteht. Einen vollständigen Schutz gegen gezielte Manipulation verspricht kein Wasserzeichen-Verfahren.
Relevante Glossareinträge
- WasserzeichenEin Wasserzeichen markiert ein Video als von einem bestimmten Tool erzeugt, sichtbar als Logo im Bild oder unsichtbar in den Bilddaten.
- C2PA / Content CredentialsC2PA ist ein offener Standard, der Herkunft und Bearbeitung von Bildern und Videos signiert in der Datei speichert, als sogenannte Content Credentials.
- KI-Kennzeichnungspflicht (AI Act)Die KI-Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 der EU-KI-Verordnung verlangt, dass KI-Inhalte maschinenlesbar markiert und Deepfakes offengelegt werden.
- DeepfakeEin Deepfake ist ein mit KI erzeugter oder veränderter Bild-, Ton- oder Videoinhalt, der echte Personen, Orte oder Ereignisse täuschend echt nachbildet.
- 4K4K ist eine Videoauflösung mit 3840 × 2160 Pixeln (Ultra HD), viermal so viele wie Full HD. Bei KI-Videos oft nur per Upscaling oder in teuren Plänen.
- APIEine API ist eine Programmierschnittstelle, über die eigene Software ein KI-Videomodell ohne Weboberfläche ansteuert. Abgerechnet wird meist pro Sekunde.
Relevante Ratgeber und Testberichte
Hier kommt der Begriff vor.
- RatgeberKI-Videos und Recht: Was du wissen solltest
- RatgeberKI-Videos mit Gemini und Veo erstellen
- RatgeberKI-Videos erkennen: Woran du generierte Videos erkennst
- VergleichGoogle Veo vs. Kling AI
- VergleichGoogle Veo vs. OpenAI Sora: Was nimmt man statt Sora?
- AlternativenDie besten Alternativen zu Google Veo

Geschrieben von
Autor & Visual Designer · Co-Founder newcreation Media GmbH
Jochen Sahm ist seit 17 Jahren Designer, Freelancer und Photoshop-Experte und Co-Founder der newcreation Media GmbH. Dort verantwortet er KI, Automatisierung und die Wahl der richtigen Werkzeuge. Zuletzt aktualisiert am 26.10.2026.























